Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 8 (1859)
- Issue
- Heft 8
- Article
- Alexandrinische Messiashoffnungen
- Date
- 1859-01-01
- Page
- Seite 292 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/2829132-2829234-2829243-2856608--04966-2856631- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
292 Alexandrinische Messiashoffnungen. 260 Oder entging cs den Menschen, so sollte jede Strafe ihn treffen. Denn Allen gab der Himmlische ja die Erd« gemeinsam, Und in die Brust hat er Allen gelegt eine trefflich Denkart. Diesen allein erzeugt an Frucht die ergiebig« Erde, . Hundertfältig von Eins: so sind die Maße der Gottheit. 265 Aber auch diese wird Unglück treffen, dem Pesthauch'entgehen Werden sie nicht. Auch du verlassend den herrlichen Tempel Wirst entfliehen, bestimmt das heilige Land zu verlassen. Und zu den Assyrern wirst du geführt, und unmündige Kinder Wirst du erblicken im Dienst dir feindlich gesinneter Männer. 270 ׳ Und die Gattinnen auch, alle Nahrung und Reichthum verschwindet, Jegliches Land und jegliches Meer ist von dir erfüllet, Abgeneigt ist jeder dir wegen deiner Gewöhnung. Und dein ganzes Land ist leer, der befestigte Hügel, Gottes des großen Tempel, die erhabenen Mauern, 275 Alles wird stürzen zur Erde; dieweil des unsterblichen Gottes Heilige Satzung du nicht bedacht hast, sondern verführet, Ungestalteten Götzen gedienet, und nicht gefürchtet Den unsterblichen Vater der Götter zusammt und der Menschen, Und ihn nicht ehren gewollt und Bilder von Sterblichen ehrtest. 280 Dafür wird siebenmal zehn der Zeiten die fruchtbare Erde Gänzlich verödet dir sein, mit sammt den Wundern des Tempels. Aber am Ende erwartet dich Gutes und sehr große Ehre Wenn dir's erfüllt der unsterbliche Gott. Du aber verharre Glaubenstreu den heiligen Gesetzen des mächtigen Gottes, 285 Wenn das ermüdete Knie aufrecht er zum Lichte dir hebet. Und vom Himmel herab wird Gott einen König dann senden, Der wird jeglichen : Mann in Blut und glanzendem Feuer Richten. Und ein Königsstamm ist, dessen Geschlecht,wird Nimmermehr wanken und in den rings umlaufenden Zeiten 290 Wird es herrschen und neu Gottes, Tempel zu bauen beginnen. Und die Könige all der Perser werden herzu dann Tragen Gold und Erz und wohlgeschmiedetes Eisen, Er selbst, Gott, wird nächtliche, heil'ge Gesichte verleihen, Und es wird dann wiederum der Tempel sein wie er vorher war?). (Viertes Fragmeut.) Aber als mir das Gemüth ausruhte vom göttlichen Sange, 490 Da erhob wiederum die Rede des mächtigen Gottes Sich in der Brust mir und gegen die Erde zu reden befahl er: Wehe, weh, du Phöniker Geschlecht von Männern und Frauen,