Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 8 (1859)
- Issue
- Heft 7
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1859-01-01
- Page
- Seite 282 (sequence 7)
- Language
- German
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282 Recensionen und Anzeigen. der verschiedenen Tractate, Recensionen und Lesearten u. s. w. Nachweisen soll;, der dritte Theil wird die Tosest« ff., sowie Untersuchungen über Sprachgebrauch der Mischna und der ihr annexirten Werke, talm. Auffassung der Mischna u. s. w. bringen. Diesem ersten Theile sind zwei Seiten Additamente angehängt. ' Frankel. Klänge aus dem Morgenlande, enthaltend Schilderungen über Sittenzustände, historische Denkwürdigkeiten, Lebensweise und Gebräuche; ferner über Volksthümlichkeit, Grüfte und Denkmäler Palästinas aus authentischer (?) Quelle geschöpft, systematisch geordnet, in's deutsche übersetzt, durch biographische Skizzen und meist wissenschaftliche Anmerkungen erläutert von Salomon Lewysohn, Lehrer in Posen. Posen, im Selbstverläge des Verfassers. 1869. R0N16N 6t omen. Schon der Titel ist für das winzige Büchlein von 76 Seiten, sowie für das Schriststellerthum seines Verfassers charakteristisch, der sein Werk selbst treffend als ein ״Kind seines schwachen Geistes" bezeichnet, sich aber dabei das Recht der Uebersctzung ins Französische und Englische, ״womit stellenweise angefangen worden ist," vorbehält. Das Merkchen ist ein echtes Kind unserer speculativen, materiellen Zeit, und aus ״diesen Hellen Klängen" klingt ein ״ dunkles Drängen" nach literarischer Berühmtheit leisewieder. Obgleich sich in dem Briefe aus Sephat (Seite 1-—37) einige interessante Notizen über die Lebens- oder vielmehr Betweise der palästinensischen Juden finden, — die andern Mittheilungen sind größtentheils sagenhaft und bedürfen erst eines wissenschaftlichen Nachweises — so bringt doch das ganze Büchlein einen 'etwas komischen Eindruck hervor, der noch durch die kindliche Naivetät vermehrt wird, die uns aus den 117 ״meist wissenschaftlichen" Anmerkungen, der eigentlichen Zuthat des Verfassers, freundlich׳ anlächelt. — Den würdigen Schluß der Klänge macht eine-po mph aste neun Seiten einnehmende Ankündigung neuer Klänge, denen der Verfasser eine freundliche Aufnahme vom Herzen wünscht, ein Wunsch, den wir gern für aufrichtig halten und dem wir uns ebenfalls, vom Herzen anschließen. B. m.