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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1859-01-01 · Heft 6 · p. Seite 210

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
8 (1859)
Issue
Heft 6
Article
Die Juden in Surinam
Date
1859-01-01
Page
Seite 210 (sequence 6)
Language
German
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210 Die Juden in Surinam. seine Sclaven und zog, nur schwach mit Lebensmitteln versehen, ihnen entgegen. Die feindliche Mannschaft war jedoch, größer als er vermuthet hatte. Rast bewährte sich als Held. Durch einen Flintenschuß verlor er das rechte Bein; ohne auf seinen Schmerz zu achten, stürzte er sich mit Löwenmuth in's Gefecht. Seine letzte. Anstrengung war vergebens; er wurde ergriffen und auf gräßliche Weise ermordet. Zwanzig seiner. Leute bedeckten mit ihm das Schlachtfeld. Erst in den siebenziger Jahren' des vorigen Jahrhunderts hörten die Einfälle der Neger auf. Dieses die politischen Verhältnisse der Kolonie. Werfen wir jetzt einen flüchtigen Blick auf ihr religiöses Leben, so , tritt uns das nicht weit von Paramaribo gelegene, große Judendorf, welches unter'dem Namen ״Inden-Savanne" allgemein bekannt ist, zuerst entgegen. Die Juden-Savanne wurde im Jahre 1686 durch den mehrfach erwähnten' Samuel Nasi mit Zustimmung der Regierung angelegt. In diesem einst mächtigen Dorfe erhob sich 1686 eine steinerne Synagoge^; dieses Gebäude und die noch erhaltenen prächtigen Grabsteine sind die einzigen Ueberreste det früher so blühenden, jetzt verfallenen Savanne 7 8). Ihr hundertjähriges Jubelfest feierte sie mit großer Pracht in Gegenwart des Gouverneurs am 12. October 1785 9). Eine reiche und zahlreiche Gemeinde befindet sich in Paramaribo, dem Hauptort und Regierungssitz der Kolonie. 1729 erbauten die dortigen portugiesischen Juden eine Synagoge, welche vor einigen Jahren (1851 — 52) neu restaurirt wurde ^). Die hochdeutschen oder niederländischen Juden errichteten den 14. April 1775 ihr erstes Gotteshaus 1835 .ף rissen sie dieses alte Ge- 7) Fennin, Beschreibung der Kolonie Surinam (Berlin 1775). ״Neun Meilen von Torrarika (einem Dorfe, welches von lauter Juden bewohnt wird) ist noch ein jüdisches Dorf mit einer großen und sehr schönen Synagoge befindlich." 8) Sijpenstein, 1. c. 17, 85. ' 9) Jubelfeest. Beschrijving van de plegtiglieden, enz. op het eersfce jubelfeest van de Portugeesche gemeente op de Savana in Suriname, 12 October 1784(5). Amsterdam (Dronsberg) 1786. 8. 1) Sijpenstein, 1. c. 84. 2) So Sijpenstein; anders Fermin, I. e. 25: ״Die Juden, welche hier (Pär&märibo) in großer Anzahl sind, sowohl portugiesische als deutsche, haben

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