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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1859-01-01 · Heft 5 · p. Seite 204

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
8 (1859)
Issue
Heft 5
Article
Ein Gleichniß
Date
1859-01-01
Page
Seite 204 (sequence 2)
Language
German
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IRI
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204 Notizen. ת אנשי:;העולם כבשר,,האפעה .אשר י,חליא :על הרוג וירפא לפעמים — Zum Verständniß dieser Stellen ist nochwendig zu bemerken, daß in dem bekannten Heilmittel Terjak, welches im Mttelalter so berühmt war, undwelches aus einer großen Menge -Ingredienzen bestand, düs Fleisch der Bst.p er als -as .wirksamste darunter betrachtet wurde. Die Viper selbst ist giftig, nur in dieser Composition kann sie ihre Heilkräfte beweisen. Das Terjak ist als nutzlos verschwunden im Laufe der Zeiten, die Krankheiten aber, wofür es als heilsam betrachtet wurde, sind geblieben. Aber auch das Gleichniß ist geblieben und gehört wie das Terjak selbst, jetzt nur der Geschichte an. Es ist eins der geistreichsten Anschauungen, welche dem allgemeinen Satz zur Hülle dienen, daß aus etwas Schlechten zuweilen etwas Gutes folgen kann. Zu diesem Zwecke ist es hier gegeben. Jehuda halevi, der den Satz wohl vorgefunden hat, hat ihn geistreich benutzt. Der englischt 'Dichter Waller war vielleicht der letzte der von diesem Gleichnisse Gebrauch machte. Derselbe sagt in einem Gedichte an König Karl II.: Your vipers treacle yield (Eure Vipern geben Terjak). Pr. Tr euch in seinem lehrreichen Werke: English past and present S. 187 führt diese Stelle an und erklärt sie, worauf wir verweisen. Nachdem wir diese Stelle gelesen, haben wir dem gelehrten Verfasser eine der Stellen des Jehuda halevi gesandt als Seitenstück zu der von Waller. ' ' Solche'Gleichnisse sind oft die einzigen Reste von ehemals, sehr berühmten Sachen. Ganze Völker sind verschwunden, sie leben nur in irgend einem Gleichnisse oder Sprüchworte fort L. D: Zur Geschichte der Betrunkenheit. Im צידה לדרך lesen wir (S. 50) folgende Worte:.ולא השמע לאשר יאמרו כי השכרות טוב פעם אחד בחדש. — Es dürfte manchem Leser interessant sein zu erfahren, daß Sir Thomas Brown in seinem berühmten und oft gedruckten Buche populär Emors (Buch V Cap. 25), dieses ebenfalls noch unter volksthümlichen aufjählt, und, wie gewöhnlich, mit großer. Gelehrsamkeit begleitet. Der jüdische Rabbi des i4. Jahrhunders in Spanien und der englische Baron des 17. Jahrhunderts, haben sich in ihren moralischen Ansichten über die Nutzlosigkeit der menschlichen Betrunkenheit begegnet.

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