Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 7 (1858)
- Issue
- Heft 9
- Article
- Schemaja und Abtalion
- Date
- 1858-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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Schemaja und Abtalion. So wenig Naä>rid׳ten uns auch aus dom i'cl'cit dieser Spnbedrial - Häupter anfbewabrt worden und so gering an Zabl die AttSsprüede sind, die uns po» ilnien und über sie im Talmud reserirt werde», so sind doch die Zeitverbältnisse, unter denen sie lebten und ibre Haltung in denselben, so wie ibre;wei Kernsprnche, die fu1>;ittuklMt ans ibre eigenen Ersabrnngen bereden aber;»gleich von bober Bedeutung für alle Zeiten sind, wichtig und belehrend genug, das! eine übersichtliche Darstellung dieser Umstände und eine Auseinandersetzung dieser Aussprüche nicht überflüssig scheinen. Zmu bessern Berständnisi derselben sei es uns gestaltet einige allgemeine Erläuterungen voran;uscbicken. A'iebt grosie (Ereignisse, nicht äußere Macht und gewaltige Erobernngeit sind es, auf welche der Forscher der jüdischen <>׳esd׳icbre sein Augenmerk;u richten bat; aber aueb nicht die Leide», unter denen Israel senkte, sind an sieb Hanptgegenstand seiner Forschung, sondern der sich ewig treu bleibende Geist Israels, das unbesiegbare Bewußtsein der inner» Wahrheit seines Slrebens, welches, ein unsichtbares Band, die;erslreueten Splitter des Polles aus dem Erdenrnnde eint, und sich bald bandelnd, bald leidend offenbart, ist das Zeugniß der Göttlichkeit, welches seinem Streben aufgedrückt ist, und welches den Forscher mit bober Bewunderung erfüllt. Wie der Geist des Iudenthums die Offenbarung ist des Einen in dem Mauuickfaltigen, des Ewigen im Vergänglichen, deö Bleibende» im Wechselvollen, so offenbart sich dieser Geist auch in der Geschichte der Inden, indem sic durch alle Zonen wandern, unter allen Völkern leben, die schwersten Zeiten überdauern, die mannichsachsteu Schicksale tragen, an allen Bestrebungen, an alten Geisteörichtungen der Menschheit lebhaft Tbeil nehmen, und dennoch nicht im Fremdelt untergchen, sondern vielmehr jede Frankel, Monalffschrifr. VII. s). 9״*