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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1858-01-01 · Heft 3 · p. Seite 112

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
7 (1858)
Issue
Heft 3
Article
[Nachricht]
Date
1858-01-01
Page
Seite 112 (sequence 2)
Language
German
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IRI
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112 Nekrolog. eingeführt; auch ei» Chor zur Verschönerung des Gottesdienstes eingerichtet. Durch ilm wurden ferner die jüdischen Elementarschulen,!owolil für Knalien als für Mädchen, gegründet, die noch jetzt jedes Stockholmer Israeliten erste und oft einzige BildnngSanstalt ausmachen. Die verschiedenen Vereine zu wohlthätigen Zwecken entsaiteten theils unter seiner Leitung, theils durch seine thälige Theilnähme ein reiches Leben. Alle die verzchiedeneit Eleinente, die in einer jungen, tbalkrästigcn Gemeinde mit einander wetteifern und deren 'Vorhandensein auch das hoffnungsvolle Gedeihen derselbe» sicher», suchte er zu ׳inein harmonischen, starken Ganzen zu verschmelzen. So konnte er denn lioffen, einem fröhlichen, von den Freuden des Familienlebens und der Anhänglichkeit seiner Gemeinde erheiterten Lebensabend entgegenzusehen. Doch der Lenker der Schicksale batte cs anders beschlossen. Nachdem er im September vorigen Jahres sein Anitsjubilüuin, woran Groß und Klein froh und freudig Tbeil nahmen, gefeiert hatte, wurde er auf das Krankenlager geworfen und cntschluiumertc einige Monate später, — S). Kislew, 26. Novcniber — im kräftigen Mannesalter, schmerzlos und selig in Gott. Tief wurden seine Familie und die schwedischen Geineinden davon betroffen; die Aufrichtigkeit dieser Trauer hat sich schon in manchen Anzeichen kund gegeben. So wurde in den Gemeinden Gothenburg. Nortöping u. s. w. bei der Nachricht von seinem Tode Tranergotlesdienst abgehalten; ferner wurde von der Stockholmer Gemeinde ein Fonds zu einer später genauer zu bestimmende» Wohlthätigkeitsanscalt angelegt, die den Namen des Verewigten tragen soll. Sein Andenken wird stets hehr und heilig seiner Gemeinde sein, die in ihm einen liebevollen Lehrer beweint. Sein Leben war der Ausdruck eines inner» gottersiillten Fricdens; so sei dcnik Friede mit ihin! *) *j Auch der Nuterzcichncte thcili ganz den gercckucn Schmerz des Berichterstatters, und er rufr dein Dahingeschiedenen, dessen tiefe Religiosität und echte Biederkeit er durch mehrjährige Correspondenz wie durch periünliche Bekaniuschafk ru achte» Gelegenheir hatte, seiuen wehmuibsvollen Friedensrnf nach. ' Srankel.

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