Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 7 (1858)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Zur Geschichte der Juden in Worms
- Date
- 1858-01-01
- Page
- Seite 43 (sequence 7)
- Language
- German
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Zur Geschichte der Juden in Worms. 43 8) Als dieses geschehen hat sich der Cbursürst Fridrich von Pfaltz als Schuh Herr der Stade angcbotteu die Zwistigkeit zu vermittkeu und daher 2 abgesandle in die stad geschickt, da dann vermittelt wurde durch beiderseitig stade und Bürger bevollmächtigteu cinstimmungsgutachten: ») die Bürgerschaft solle aller Thädlickkeit gegen die Juden sich enthalte», doch den process continuiren, h) die beiderseits cingebrachten schriften sollte,! durch die Zunftmeister selbst verschlossen, so dann durch den rath an das Cammergcxicht geschickt, die oxee-ution des Urteils demnach dem rath ohne weitere nppdlation übergeben werden soll, c) der Inden schulden betreffend, sollen die l-sbristcn f> prct. sich berechnen, was über 5 pret. wäre an der Hauptsumme abzieben, ck> bclangend der Burger Klag gegen den soll solche in schristcn förderlickst entdeckt (dargelcgt» werden, und hiuwider der rath sich darin gegen die Burger väterlich erweisen, jedoch soll gcnander Abschied gemeiner Bürgerschaft au. ihren Privilegien allerdings »nschädlich sein Darauf haben sich obigen Herren gesandten in die Kavserstnb verfügt, wo die verordneten bey abschreibung der Privilegien versammelt waren, und hat Herr D1\ Cammcranns ihr Valet (Abschiedswortc - fürgetragcn, darauf sic fortgereißt. 9) Inzwischen haben die Juden eine schrift an ihren ngenten in l'rug geschickt unt anzüglick'keiten, woben sie im Grunde nichts bcwiseu, noch probaten. daß auch ihr :!gc-nt schrieb, sic sollen damit nicht entkommen, indem sie sich dadurch ihre sache Perschlimmerten. Sofort beschlossen sie unter sich, weil sic den proo.688 nicht geraudwarten labwarten» wollten, den Käufer durch alle mögliche Mittel zu bewegen, daß er den! rath und Burgerschaft befehlen sollte den crin,inalproce88 aufzuhcbcn, worauf bald darauf ein schreiben vom Kayser kam, das nicht nur. die Aufhebung des processes verlangte, sondern auch einigen verweis in sich hatte, daß der rath den bcfebl nicht recht vollziehe, auch zuweilen berichte mache (heißt wohl: solche, d. i>, nicht rechte Berichte mache», auf solches dann der rath wider gcantwordct, daß die Juden keine Ursache zu klagen hätten, 8. maj, sie auch nicht mehr hören wollte. 4» Di« Klag«» Ser Bürgerschaft gcgen de» Ratb betreffen innere Mängel im Rathscollegium, die auf unseren Gegenstand nicht Bepig haben, weshalb wir die dieselben behandelnden tz§. >2 und U! ausgelassen habe».