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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1858-01-01 · Heft 2 · p. Seite 41

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
7 (1858)
Issue
Heft 2
Article
Zur Geschichte der Juden in Worms
Date
1858-01-01
Page
Seite 41 (sequence 5)
Language
German
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I Zur Geschichte der Juden in Worms. 41 sollte znrückgcführt werden. Kein Jude soll über 6 fl. (sioM mit sich nehmen, der fort ging. Auf solches haben die Burger mit viel kosten *י) ihre Pfänder abgeholt und solche durch notimen verzeichnen, darauf au gcbürende obige Orte verwahren lassen. Doch konnten sic den betrug nicht gantz vorsenn (gegen den Betrug geschützt sein), denn sie die Banrcn bestochen, daß sic mit runden körben in die Häuser gegangen, unter dem schein, daß sic ihre Bauren-psänder lesen (lösen) wollten, wodurch sic dann vieles aus der stade gebracht, bis man dahinter gekommen. 4) Dieses vcranlaßte, daß die Juden gaffe an Heyden Ausgäng also verwahrt wurde, daß die Juden nichts mehr auSschlcppen konnten. Hierauf suchten die Inden andere Mittel. Sie schriben an ihre Agenten zu Prag ') den gantzen verlauf, wie sie cS vor (für) gut fanden, um durch solche bev dein Kayser widrige Eindrücke gegen die Burger zu machen. Durch solches ungestüme antaufen der jüdischen patronen hat der Käufer (Matthias) den! rath ein ernstliches Schreiben .Lintz 10. August übcrschickt, welches enthielt den Juden nicht allein Milch, Graß und Weid zu vergönne», die Kavserl. donation, auf welche sich berufen worden, nebst der neuen Iudeuordnung') in beglanbter Form einzuseuden, auch die Pfänder der Inden so über jj- Jahr verstanden (verpfändet), ihnen den Juden cinznräumen, welche obige Abschriften den 1. 7bre (September) abliefere. 5) Indessen haben die anfangs erwählten 17 Mann von der Bürgerschaft solche jederzeit beh ihren zusammenkünften inständig gebäten, sich in guter stille ruhig zu halten, und dem angesangenen process nichts widriges vorzunehmen, so auch geschah. Jedoch thaden die verordneten 17 Mann, weil sie seitdem (bisher) von denen cinverleibten Privilegien noch keine Wissenschaft gehabt, dieses: sie supplicirten beh löblichen Magistrat sie unbeschwehrt gemeiner B'nrgerschast gerechtsame und angeregte (erwähnte) frevheiten sehen zu lassen, worauf vom rath beschlossen wurde, dem Hrn. vr. Chemnicio in bcysein der 17 9) Diese Kosten entstanden niefit durch Auslosung. sondern durch Fort- Schaffung der Pfänder; möglich, daß man da auf Kosten Anderer recht ver. schwendcrhch umging, doch haben sich auch hierin die frommen Bürger verrechnet, da sic später die Pfänder wieder znrückstellen mußten. Richtige ist. daß der um seine Gemeinde hochverdiente Vorsteher i Lob Oppenheim mit Kinpfehlunasschreiben vom Landgrafen von Darmstadt - * und dem Bsichos von Mainz nach Prag zu dem Kaiser abging. 2) Dieses höchst interessante Actenstück werden wir später mittheilen.

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