Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 6 (1857)
- Issue
- Heft 9
- Article
- [Nachricht]
- Date
- 1857-01-01
- Page
- Seite 361 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Notizen. 361 die Allen Gewissensfreiheit und die Gerechtsame der Bürger anbietet, die Jedem, von welcher Nation, Zunge oder Sprache er sei, immer gleichen Antheil an der großen Regierungsmaschine zutheilt. Diese so große und ausgebreitete söderirte Union, deren Basis Menschenliebe, gegenseitiges Vertrauen und öffentliche Tugend ist, können wir nur als ein Werk des großen Gottes anerkennen, der den himmlischen Heeren gebietet und unter den Bewohnern der Erde aussührt, was ihm gut scheint. Für all die Segnungen bürgerlicher und religiöser Freiheit, deren wir uns unter einer billigen und wohlwollenden Regierung erfreuen, wollen wir unfern Dank dem Ewigen, dem großen Er- Halter der Menschen, darbringen, zugleich ihn anstehend, daß der Engel, welcher unsere Vorfahren durch die Wüste in das verheißene Land geführt, Sie gnädiglich durch alle Schwierigkeiten und Gefahren dieses vergänglichen Lebens führen möge, und wenn Sie einst gleich Josua hochbejahrt und vielgeehrt zu Ihren Vätern eingethan werden, mögen Sie in das himmlische Paradies ausgenommen werden, um Theil zu nehmen an dem Lebensquell und an dem Baume der Unsterblichkeit. Geschrieben und unterzeichnet auf Anordnung der hebräischen Gemeinde in Newport (Rhode Island). (Gezeichnet) Moses Seikas, Warden. ׳ Newport, den 17. August 1790. Ich muß nun ferner mir gestatten, die vollständige Antwort zu lesen: ״An die hebräische Gemeinde in Newport, Rhode Island. Meine Herren! Indem ich mit vieler Genugthuung Ihre Adresse voll von Ausdrücken der Liebe und Achtung entgegen nehme, ergreife ich mit Freude die Gelegenheit Ihnen zu versichern, daß ich immerdar eine dankbare Erinnerung der herzlichen Ausnahme bewahren werde, welche ich bei meinem Besuche zu Newport von allen Elasten der Bürger erfahren habe. Der Rückblick auf die Tage der Schwierigkeit welche verflossen sind, ist um so süßer geworden durch das Bewußtsein, daß ihnen Tage von ungemeinem Wohlstände und Sicherheit gefolgt sind. Wenn wir die Weisheit besitzen den besten Gebrauch von den Vortheilen zu machen, mit welchen wir jetzt begünstigt sind, so kann es nicht fehlen, daß wir unter der gereckten Verwaltung einer guten Regierung ein großes und glückliches Volk werden.