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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1857-01-01 · Heft 7 · p. Seite 264

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
6 (1857)
Issue
Heft 7
Article
Briefe aus Süddeutschland
Date
1857-01-01
Page
Seite 264 (sequence 9)
Language
German
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IRI
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264 Wissenschaftliche Aufsätze. Bei diesem großartigen Maßstabe öffentlicher und privater muß, auch der entfernteste Glaubensbruder mit stolzem und freudigem. Gefühl auf jene süddeutsche- Mainstadt blicken, und hierin blieb und ist Frankfurt was es war: עיר ואם. Wir kommen jetzt zu jener zweiten Grundsäule, עבודה, zur Darstellung des cultuellen und religiösen Lebens jn der israelitischen Gemeinde zu Frankfurt am Main. Wissenschaftliche Aussätze. 3 0 * Ueber das Alter des Hillel'schen Kalenders. (Vgl. vor. Jahrg.) ,, , Es ist eine merkwürdige, in der Geschichte des Judenthums sich häufig darbietende Erscheinung, daß die auf das religiöse und sociale Leben des Volkes einflußreichsten Begebenheiten so still und geräuschlos sich entwickeln, daß bereu Entstehung früher kaum bemerkt und geahnt wird. Vergebens ist oft alle angewandte Mühe und Arbeit' des einsigsten Forschers, die Entwickclungsgeschichte, das Werden der Vorzuglichsten Institutionen zw ergründen, deren Existenz sich nun einmal nicht läugnen läßt, ohne daß wir uns dabei über den Beginn Und Anfang derselben irgendwie Rechenschaft geben können. So ist es hinsichtlich der. Synagoga magna, Synedrium, Massora u. dgl., die urplötzlich, gleichsam über Nacht, wie der Kikajon auftauchen — und doch trotz aller kritischen Bedenklichkeiten und Zweifel als Facta in der Geschichte ihr unbestrittenes Recht behaupten. Noch auffallender tritt uns -diese Erscheinung bei dem sogenannten Hillel'schen Kalender entgegen, der ebenfalls fix und fertig, wie die geharnischte Minerva aus dem Haupte Jupiters, dasteht und die wohlberechtigte Neugierde des Historikers über das Wann und Wie unbeantwortet läßt. Wir haben/bereits in den beiden frühem Artikeln (Jährg. 1836,, S. 412 ff.) die wenigen Beweise, für das allgemein angenommene Alter des jüdischen Kalenders und dessen-Einführung durch den Patriarchen Hillel)11.'(359 ----- .תר״ע; לשטרות d. gewöhnli Zeitrechn.), welche man aus dem Talmud zu entnehmen glaubte,, entkräftet und deren Nichtig-, keit dargethan. - ׳ Mir wollen nun die andere, besonders in'neueter Zeit von der Kritik vertretene Ansicht, .,welche, gestützt auf'die sonst wenig -verbürgte ,Nachricht bei R. Jizchak Israeli, unsere Zeitrechnung erst nach dem

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