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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1857-01-01 · Heft 7 · p. Seite 251

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
6 (1857)
Issue
Heft 7
Article
Über den Opfercultus nach biblisch-talmudischer Auffassung
Date
1857-01-01
Page
Seite 251 (sequence 1)
Language
German
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IRI
…/2829132-2829206-2829214-2855211--03663-2855242
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ttebet dcn Opfercultus je. 251 Ueber den Opfercultus, nach biblisch-talmudischer Auffassung. (Schluß.) Von diesem Gesichtspunkte ausgehend, dürfte folgende Betrachtung über den Einfluß, welchen die Existenz des Heiligthums auf die historische Entwickelung des religiösen Volkslebens des Judenthums geübt, nicht ganz ohne Jntereffe sein. Wenn wir überhaupt in jener großen Periode des israelitischeu Staatslebens, beginnend mit dem Einzüge in Kanaan und schließend mit der babylonischen Gefangenschaft, einen Zeitraum erblicken müssen, in welchem durch innere und äußere, Positive und negative ') Mittel die Gestaltung des Volksbundes Stärkung und Kräftigung finden sollte, so hat es die Folge gelehrt, daß mit der Spaltung des Reiches gerade derjenige Theil, der äußerlich der schwächere war, das Reich Inda, sich nicht nur politisch länger erhielt, sondern (und das ist's, worauf wir vorzüglich Gewicht zu legen haben) in sich eine solche religiöse Kräftigung fand, die, nach Beseitigung der politischen Interessen, zur Zeit der babylonischen Gefangenschaft, mit außerordentlicher Jntension hervortrat, und eine Perfectibilität in Geist und Form bekundete, deren Folgen vor uns liegen in dem gewaltigen innern Ausbau des Judenthums, sowie in seinen mächtigen welthistorischen Influenzen nach außen. Hingegen hat das Reich Israel nach Zerstörung seiner politischen Existenz allen Halt und Gehalt verloren und ist, bis aus einzelne Spuren, ganz aus der Geschichte des Judenthums geschwunden. Ein nicht unerheblicher Grund für diese Erscheinung liegt aber in dem Heiligthume zu Jerusalem, welches durch jene hervorragende lebenskräftige Ausprägung, der Bundesidee, während der Zeit der politischen Selbstständigkeit, die zu ihrem Ziele die äußere Abgränzung und Absonderung hatte, die innere Verknüpfung der einzelnen Glieder zu einem von der religiöftn Idee begeisterten Ganzen bewirkte. Dieses Heiligthum besaß die hohe Kraft, alle Gegenwirkungen der Bamoth zu zerstören und einen Geist zu schaffen, der in sich selbst die hohe 1) Auch dir Rabbiner deuten darauf hin, wenn ste sagen (Synhedrin 20 d, auch nss): על שלש מצ5ר. נצט11 ישראל בכניסתן לארץ למנ1ח לתם מלך 1לכ«ר. לר<מ בית ו־,בתירה.ולו׳,פרית זרעו של עמלק;

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