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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1856-01-01 · Heft 12 · p. Seite 476

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
5 (1856)
Issue
Heft 12
Article
[Rezension]
Date
1856-01-01
Page
Seite 476 (sequence 2)
Language
German
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47b Reccnsioncn und Anzeigen. Iran im Allgemeinen fruchtbarer sei als die christliche, stellt sich als irrig bcrauS. So batte daö I. 185ö auf eine diriftl. Wie Gebürten, ans eine jüdische Gbe 3.8; ein ungefähr ähnliches Vcrbältnist stellte sich in den andern fahren beratts, so daß das mittlere Verbaltnist 3,70 auf eine jüd. Gbe angenommen werden kann. Aehnlicheö derichtet auch I)v. W.!!d über den Königsberger Regierungsbezirk, woselbst aus eine christliche Gl!e ü,38. ans eine jiid. Gbe 4,2 Geburten kommen.- DaS Berbaltnist der gebornen Knaben zu den gebornen Mädchen war im Allgemeinen wie 21 : 20. und and׳ anderseits werden nach de» Angaben nambaster Statistiker bei den Juden mebr Knaben als Mädd'cn geboren. — Das Aortalitätsverbältniß ist nach dem Aller versd'ieden. In den ersten sechs Monaten bei de» Juden sebr günstig; von 0 bis 12 Monate» ungünstig. Der Vers, gebet die vcrsd'iedcnen Lebensalter durch; und wir bedauern, nur manche dieser vortrefflieben Notizen bervorheben zu können. Von 20—30׳ Iabren starben von 1000 Israeliten 04,4, von 1000 Deutschen Oft,8. — Von 30- 40 Iabren ist der Israel, noch mebr begünstigt; auf 1000 Iud. 00,7, hl'vi ft nt 70,!». In Frankfurt zeigte nad> Reusoille diese Lebensperiode eine Sterblichkeit von 100 aus 1000 Christen, Oü ans 1000 Inden. Der Vers, gebt zu de» anderen Deeennien über, wo ebenfalls das Berbaltnist für die Juden günstiger ist. obschon mit den Worten teS Vers, ״der Jude srüb altert, da er lies und schwer all das Leid süblt, das ibm die Welt antbut". — Bemerken wir das Alter von 80-100 ׳ Iabren. Bo» Israeliten erreichen dieses Alter 40,3 von Lausend, Christen 28,3. — Neber das Lebensalter im Allgemeinen berichtet Neufville ans Frankfurt, die christliche Bevölkerung sterbe mit 30'/!, die jüd. Bevölkerung mit 03\2 Jahr.— Der Lerf. geäugt zu dem Resultatl bei den Juden ergeben sich weniger Geburten als bei den Christen, hingegen ist die Dauer des individuellen Lebens uird der Generationen langer, und dieses bestätigen auch die in andern Ländern gemachten Beobachtungen. Gr erkennt an, ״daß Emsigkeit. Mäßigkeit, Nüchternheit und geregeltes Leben den Juden hier (Wieselbnrger Comitat), wie wohl meist überall, im reiscrn Alter vor den andern Nationalitäten auszetchnen" (S. 20); doch vermeint er, der eigentliche Schwerpunkt liege in der Nationalität, der Raeendiffcrenz. — Ltur ungern scheiden wir von dieser gediegenen Monographie, die, wenn auch bei mitunter nicht ganz richtiger Ansicht vom Judenthum, ein treffliches Zeugniß von dem menschenfreundlichen Charakter des Verfassers, wie von unermüdlicher und genauer Forschung ablegt. F.

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