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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1856-01-01 · Heft 11 · p. Seite 438

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
5 (1856)
Issue
Heft 11
Article
[Nachricht] / Tobler, Titus
Date
1856-01-01
Page
Seite 438 (sequence 2)
Language
German
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IRI
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438 Notizen. volle SH ich tiefet t habe, und man darf mehl ainichmcn, daß die Stadt in der Tiefe beinahe völlig unterhöblt sei. Freundliche Mitthei.'1,ng senk und in den Stand, einen Originalherieht über die Baumnollenbeble, die man früher irrig in der Felsenvertiefung gleich bftiuh des Damaskns-Tlwres suchte, zu gebe,». Diese Höhle liegt gerade gegenüber der Jeremias-Höhle an! Ende der nördlichen Stadtmauer, wo die schiefen Feldschichten untermauert sind, und sie wurde innerhalb der St.adt in sndsudöstlicher Richtung bis auf eine Strecke von 500 engl. Fuß verfolgt, ohne daß das Ende erreicht war. Man maß also bis beinahe zur Medeneb el-Hamra, oder man tarn etwa bis zur Halste des Abftandes zwischen der Stadtmauer und der Nordseite des Haram esch- Scheris. Die Höhle ist unregelmäßig, fehl* hoch, der Boden uneben, mit abgeschlagenen Steinen, ja oft ganzen Haufen Steinsplitter bedeckt. Der Steinbrnch ist unverkennbar. Mail trifft noch halhausgehauene große Steine, vom Felsen ungetrennt, dergleichen man am sogenannten Davidsrl'urme (Maftcll) und an der Mauer des Tempelsatzes sieht. Die Nuth, welche eiugehauen war, um die Steine seitlich oben und unten zu trennen, ist 3", höchstens 4" breit und ziemlich lief, und man erkennt den (ttebrauch eigenthümlicher Instrumente, um die Steine losznhreeheu. Diese machen ganz den Eindruck, daß solche zum Bau des neuen Tempels verwendet wurden. Ueberall erblickt man an den iS‘den kleine Nischen zur Aufnab,ne der Lanzen f*!r die Steinbrecher und Steinhauer; denn oberhalb derselben ist der Felsen ranchschwarz. The!!- weise, besonders gegen das südliche Ende, finden sich oben verschüttete Oeffnungcn, durch welche man wahrscheinlich die Steine emporhob. Die Höhle ist trocken; mir an einer Stelle tröpfelt Wasser in ein rund ansgchaueues 'Bassin. Man traf Kohlen, vermodertes Holz, auch hier und da Gebeine. Dr. T. To hl er." Im Septemberbest dieser Monatsschrift wird unter der Rubrik ״Bibliographisches" aus eine von Herrn de Saulcy gebrachte jüdische Denkmünze, mit der Inschrift יוהגן ה בדן הגדול וחבר הידורים, aufmerf* fam gemacht, und ans das Ungenügende der Erklärung derselben durch Ewald hingewiesen. — Mir scheint aber diese Inschrift mit einer in der Mischna (Maaser scheni Ende und Sota 47 b) erwähnten Berord- ,»urig Johann Hyrkan's in innigem Zusammenhänge zn stehen, und glaube ich das וחבר היהודים durch ״Genosse der Juden", im Sinne des unter dieser Benennung int Talmud oft vorkommenden Ordens,

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