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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1856-01-01 · Heft 11 · p. Seite 429

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
5 (1856)
Issue
Heft 11
Article
[Rezension]
Date
1856-01-01
Page
Seite 429 (sequence 2)
Language
German
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OJcccnftmicn und Anzeigen. 421» außerdem d» aus dem fünfzehnten, 5»0 audem secbzebnten, 77 ans dem siebzehnten und 41 am? dem achtzehnten Jahrhundert; eine (Nr. ^01 ist obne Jahreszahl, zwei (Nr. 1 11. 7) scheinen zwar aus den Ialnen;)41 und;!79 der üb!. Zeitr. berzurübren, allein dieses Alter wird ihnen in der weiter zu erwähnenden bebr. (Einleitung des gelehrten Herrn Oberrabbiner Rapoport abgesproebcu und werden selbige in das 16. Jahrhundert versetzt: die bekannte Grabschrist endlich vom Iabre '>של"ל (Mv. 1001, welche böbmische Historiker zeitber auf 000 d. übl. Zeilrechn. zurückleiteten, ist vom Herausgeber in seinem Register ohne Weiteres in die (Grabsteine des siebzehnten Jahrhunderts eingereibt worden. Sind die (Gründe für eine solche Verjüngung nur ein Jahrtausend allerdings plausibel, so hatte eine in der Bolksmeinuug (sowohl der Juden als O'.bristen! zeitber als uralt geltende Iiiscbmst doel! die Berücksichtigung verdient, zuerst verzeichnet oder mindestens besonders bervorgelwben zu werden; die Zweifel an dem hoben Alter würden in einer Anmerkung haben Platz nehmen können. — IMc Grabsebristen sind übrigens wahrscheinlich nach ihrer Vage auf dem Friedhofe mitgetheili: da jedoch kein Plan desselben beigegeben ist, so wäre nnsers Oracbtens eine chronologische Ordnung, zu besserem Ueberblick für den Geschichtsforscher, zweckmäßiger gewesen. P'ine sebr interessante Beigabe ist die obgedacbte, in Form eines Schreibens an den Herausgeber abgefaßte hebr. Einleitung des Herrn Rabb. Napoport, welche in 20 Paragrapben über die Geschichte der (tzrabmaler bei den Inden und mehrere damit zusammenhängende Owgenstände., sowie über die (beschichte des Prager Friedhofs und der dasigen (Grabsteine, sieh mir der am verehrten Vers, gewohnten (Erudition und vielem Scharfsinne verbreitet. Amb für einen größeren .((reis dürfte nicht ohne Interesse sein, das; Herr R. nicht nur die (in neuerer Zeit uianuichfach poetisch ausgemaltenl verschiedeutlicben Polkssageu über den sogenannten ״bochen Reb Vöb" (N. Löwe b. Bezalel starb 1000) als gänzlich erdichtet zurückweist, sondern demselben aucb jede Beschäftigung 11ttt der ״Kabbala", als deren Junger er stets vorzugsweise betrachtet wurde, abspriclck; nicht minder wird die Angabe, daß er dem Kaiser Rudolph den Hradschin in einer camera oOscuni gezeigt habe, in den Kreis der Fabeln verwiesen. Wir geben anheim, ob nicht jeder mytbischen Ausbildung irgend ein historischer Kern zu Grunde liegen muß; mithin jene Sagen wohl kaum hätten entstehen können, wenn nicht R. Löwe als Adept der Gebeimlebre und mancher damals damit in Verbindung gedachten Wissenschaften bekannt gewesen wäre. Sein kaiserlicher Freund, Rudolph II» beschäftigte sich — anstatt mit Regie-

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