Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 5 (1856)
- Issue
- Heft 8
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1856-01-01
- Page
- Seite 317 (sequence 2)
- Language
- German
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Notizen. 317 zu sagen ״den Steinen Leben abzugewinncn!" — Eine Frucht dieser anstrengenden Arbeiten ist u. A. die im vorliegenden Büchlein enthaltene Darstellung von 00 der interessantesten Epitaphien, worunter das Denkmal der 12 Vorsteher (vergl. Maibeft d. I. S. 107), des berühmten 9) מד־י״לt. Jakob Möllo, starb 22. Elul 5187 -- 1427), in dessen Nabe innerhalb 4 Ellen Niemand begrabe» liegt, des stk. Iair Ehaim Bacharach (Vers, des -׳eeהוח ׳ und ‘.'הוט ר.׳צ) und anderer auSgezcichneten Männer. — Am Schlüsse befindet sich noch ein Aufsatz ״über den Gebrauch der israclit. Grabdenkmäler", mit Hinweisung auf Bibel und Talmud. Es folgt dann eine kurze Abhandlung ״über stiaschi's Anwesenheit in Worms", worin auch auf die vom Unterzeichneten im Univcrs isr. LX,!>. 200 11. s. mitgetheilten Stellen aus dem ס׳ הסרדס hingewiesen wird, welche für Naschi'ö Anwesenheit in Worms sprechen. — Der Anhang gibt einige Inschriften, welche in der uralten Synagoge zu Worms und deren Umgebung aufgesunden wurden, und vorgcdruckt sind 2 Ansichten der sogenannten Naschikapelle mit ״Raschi's Stuhl", der in nurgedachter Halle oder Kapelle in Stein gehauen sich besindet. Ob indessen Raschi von diesem Stuhle herab seine unsterblichen Talmud- Eommcntare doeirte, ist fraglich, da der Raum zu klein erscheint, um die ungeheure Menge seiner Schüler fassen zu können. Diese Kapelle diente vielleicht blos zum Hörsaalc für populäre Borträge an 'בעל כ חים, wo Raschi die heil. Schrift cyponirte und woraus dann seine unschätzbaren Bibclkoinmentare sich entwickelten. — Jedenfalls verdienen diese Alterthümcr die Beachtung von nah und fern! Dresden. vr. B. Beer. Notizen. Was der von einem höher» Gedanken getragene energische Will« des Einzelnen vermag, und von welchem Erfolge das rastlose Streben für das Wobl der Menschheit auszusühren, gekrönt wird, hierfür legen der ״drei und zwanzigste Jahresbericht über die jüd. Waisen- Erziehungsanstalt für Knaben zu Berlin, von Baruch Auerbach" (1850), und der ״zwölfte Jahresbericht über die jüd. Waisen-Erziehungsanstalt für Mädchen zu Berlin, von Baruch Auerbach" (1855), den glänzendsten Beweis ab. Herr B. Auerbach hatte, von warmer Thcilnahme an dem traurigen Loose verwaister Kinder durchdrungen, vor mehreren zwanzig Jahren den Plan gefaßt, eine Anstalt für Waisen zu gründe», und er ging zwar nicht mit Geld- Erantel, Monatsschrift. V. 8. 24