Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 5 (1856)
- Issue
- Heft 6
- Article
- [Die Mittheilungen über wichtige neue ...]
- Date
- 1856-01-01
- Page
- Seite 232 (sequence 2)
- Language
- German
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232 Reeensionen und Anzeigen. diese- Landes tf'atiß zu fein; mit besonderem Danke nennen wir die in dieser Beziehung verdientesten Namen: Moore tutfc» W. G. Beek (oder Beke, Bruder des berühmten Reisenden in Abvssinien. Charles 2׳ Beke, jetzt in Mauritius) (im I. 1837), Schubert (im I 1837), Vertan (1838 nnd 1830), Rnssegger (1838), SnmondS (1841), v. Wildenbruch (184f>) und Allen (18510). Auch Seitens der amerikanischen (Expedition unter Lunch silld im I. 1848 Nivellirungen angestellt und barometrische Beobachtungen gemacht, ir;desi nickt in der Ausdehnung, als man es von einer so großartigen Expedition füglich batte erwarten können. Auch bat man so wenig Oiewickt aus diese wissenschaftlichen Resultate gelegt, das; für ihre Bekanntmachung nur feh: stiefmütterlich Sorge getragen wurde, wie z. B. von den; von Lunch verfaßten und in Philadelphia!׳erauSgegebeuen Bericht über diese Expedition nicht weniger als neun (!) Ausgaben erschienen sind, ohne daß man daraus irgend etwas SpeeielleS oder (Genügendes über die hypsometrischen Arbeiten derselben erführe. 0׳s ist zwar außerdem ein osfieieller, an das Navy-Departement in Washington gerichteter Bericht gedruckt, aber wegen seiner Unzugänglichkeit wenig bekannt geworden. Die Höhen-Verhältnisse in Palästina besitzen in mehrfacher Beziebung ein ganz ungemeines Interesse, wie keine andere Region der h׳rde. Ans vcrbältnißmäßig kleinem Raum umfaßt das Land Alpine (^ebirgS-Snsteme neben großartigen Furchen, die tief unter dem Niveau des Meeres liegen; dann wiederum ausgedehnte und mächtige Plateau- Länder, die aber so sanft von! Meere aus aufsteigeu, daß man die Höhe kaum abut, auf der z. B. Jerusalem liegt. Man denke sich den Brocken noch über 400 par. Fuß höher, und dann Jerusalem auf der Spitze desselben helegen, das tobte Meer aber kaum so weit als Halberstadt und in derselben Höhe, so bat man eine Vorstellung von dem Höhen- Unterschiede zwischen Jerusalem und dem tobten Meere. lieber das merkwürdige Wady el Arabah, die südliche Verlangeruug der großen Depressionssurche von Palästina, ist bereits die Rede gewesen. Die hypsometrischen Data bilden eine unentbehrliche Hauptbasis sowohl zur klaren Anschauung der geographischen Verhältnisse des heiligen Landes, als zum richtigen Verständniß der biblischen Geschichte; denn sie allein können uns manches bisher Undeutliche in Bezug auf gewisse in derselben beschriebene Local!täten erklären. Qbne positive Höhenmessungen aber ist es ganz unmöglich, von der Meereshöhe der verschiedenen Punkte oder Bezirke auch nur eine annähernd richtige Verstellung zu gewinnen, selbst für diejenigen, die das Land in allen