Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 5 (1856)
- Issue
- Heft 5
- Article
- [Nachricht]
- Date
- 1856-01-01
- Page
- Seite 204 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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204 Notizen. von &a ab vier Mnaben״ und drei Mädchenklaffen. Der Unterricht wird von dem Dirigenten nebst den Lebrern Dr. Iastrow, Frankfurtber, Feilchenfeld, Gutmann, Heilbrunn an den Nachmittagen des Mittwoch und Sonrlabend, ferner an! Sonntag Vormittag ertheilt, und umfaßt folgende Unterrichtsgegenstände: Neligionslebre, Geschichte Israels, Hebräisch und letzteres in folgenden Rubriken: Hebräisch Lesen,!Übersetzung und (Erklärung der Gebete, Uebersepuug und Erklärung biblischer Bücher, bebräische Grammatik. Or. Rosin spricht bierbei manches beberzigenswertbe Wort über den Unterricht in der Religionslehre. ״Jüdische Religionslebre oder die Darstellung der durch Beziebung auf Gott vollendeten Erlenutniß und Lebensweise, wie sie in der jüd. Gesammtheit durch Offenbarung und Ueberlieferung gelehrt und begründet worden ist. Sott die Heranwachsende Jugend einen sichern Halt für jede Lebenslage, einen zuverlässigen Maßstab für ihr sittliches Verbaiten, und zugleich Liebe und Achtung für der: ganzen Inhalt der Lehre Israels gewinnen, so muß die religiöse Anschauung und Sittenlebre des Iudenth.ua.s nicht nur ihrem Geiste und Gemütbe eingeprägt, sondern auch in den gesetzlichen Formen und Einsetzungen des jüdischen Lebens nachgewiesen werden." Von gereister wie würdiger religiöser Auffassung zeigen auch die über den Unterricht in Geschichte und im Hebr. hier niedergelegten Ansichten. — Der Schule wurde auch bald eine erfreuliche Anerkennung zu Tbeil, die ursprüngliche Zahl von 71 Zöglingen hob sich allmälig auf 10k. — Der Bericht spricht sich auch offen über manche, von einer ausschließlich dem Religionsunterrichte gewidmeten Schule fast unzertrennlichen Uebelstände aus; mit Recht werden auch die Eltern tleilweise verantwortlich gemacht, und verspricht sich der Berichterstatter von der Zukunft manches erfreulichere Resultat. Und wohl wird dieses, wo in solchem Geiste gewirkt wird, nicht ausbleiben; wie der jungen Anstalt jetzt die Wünsche aller für das Judentbum Füblcnden, so werden in baldiger Zeit ibr die Anerkennung und das Vertrauen der nur irgend im Iudenthume fußenden Eltern entgegenkommen.