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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1856-01-01 · Heft 3 · p. Seite 90

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
5 (1856)
Issue
Heft 3
Article
Das Alterthum über Judenthum und Juden
Date
1856-01-01
Page
Seite 90 (sequence 10)
Language
German
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Das?lUottlmm til'01• Iudcntbnm und Juden. <)<) ״Indäa'ö westliche bilden gegen den Kasion nehmen die Idumäer und der Lee Lirbonis ein. Die Idumäer sind Nabatäcr, weiche bei einem Aufstande von dort vertrieben sich zu den Inden wandten, und mit ihnen in Gemeinschaft der Gescsic traten "). Am Meere nimmt der Lirbonis und das zunächst gelegene Land einen großen Theil bis nach Jerusalem ein; denn ancv dieses liegt am Meere, cs soll seiner Hafenstadt Joppe im Angesichte liegen. Tiefe Landschaften liegen zwar schon nördlich, doch sind noch die meisten von gemischten Ltämmen bewohnt, von egvptischen, arabischen und phönicischen. Lolche sind Jene die Galiläa inne haben, ferner Jericho, Philadelphia und Samaria, welches Hervdcs Lebaste benannte. Wie wohl sie nun solche Mischlinge sind, erklärt doch die über den Tempel zu Jerusalem vorherrschende Sage die Vorfahren der seht sogenannten Juden für Egvpter. Tenn Moses, einer der egvptischen Priester, welcher einen Tbeil des sogenannten NiederlandcS besaß׳'), zog unwillig über das in Egvpten Bestehende von da weg in jenes Land, und mit ihm gingen viele Verehrer der Gottheit. Denn er sprach und lehrte, weder Egvpter noch Lvbvcr, die die Gottheit wie Thierc und Hansviek gestalten, denken richtig; und nicht gut auch die Hellenen, welche sie menschenähnlich bilden. Denn nur jenes Eine Wesen sei Gott, welches uns Alle und Erde und Meer uiirfaßt, welches wir Himmel und Welt und Natur der Dinge nennen׳'). Wie also möge, wer nur irgend Verstand hat, sich erdreisten, ein irgend einem der Dinge bei uns gleichendes Abbild dieses Wesens zu erdichten? Man müsse vielmehr alle Biidnermacherei unterlasse», ein Weihlhnm und würdiges Tcmpelgemach absondern, und die Gottheit ohne Bilder verehren. Auch müsse man darin schla- 38. 3'3. 43) nach den Verbesserungen und der ttebersejzung Grooturd's 1-Ib. 3, S. 203 ff•), ohne ihm jedoch allenthalben ganz zu folgen. Iosephue führt Strabo häufig an. beziehet sich aber nirgends auf diesen Bericht. 2» Geschichtlich verhält sich dieses anders: Iochanan Hyrkan unterwarf Adumäa. Vgl. Jos. Alterth. 13, <3. 3) D. i. Unteregvpten: hier ist dao 2and (^osen gemeint. Vgl. Grookurd Th. 3. S. 263. i) Straho, ein Anhänger der Stoa, schiebt Mo sec) den stoischen Gottesbegriff unter, (rtwas abweichend ist die oben (S. 86) gebrachte Auffassung deö Hekataus. Zum Begriffe eines selbstständigen ausrerweltlichen Gotteo vermochten die griechischen Philosoyheme nicht heranzureichen.

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