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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1856-01-01 · Heft 3 · p. Seite 85

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
5 (1856)
Issue
Heft 3
Article
Das Alterthum über Judenthum und Juden
Date
1856-01-01
Page
Seite 85 (sequence 5)
Language
German
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DaS Altertbiim über Indentbnm und Inden. 85, sigvpton verjagt worden seien. Behaftet mit Flecken »nd Aussatz wurden sie der Reinigung wegen als Fluchbeladene ollcfammt über die Grenze getrieben; diese Verjagten habe» mm die Gegenden lim Jerusalem besetzt, das Volk der Inden gebildet und Hass gegen die Mensche» als siebt heil znrückgeiasscn. Darum haben sie auch ganz Iran Anderul abweichende «besetze ansgestellt: sie essen nicht mit eine»! andern Volke an eine!» gemeinschaftliche» Tische und sind in keiner Weise gegen Andere wohlgesinnt. Sie riefen ihm auch den von seinen Vorfahren gegen dieses Volk gehegten Hass znrück. Als AntiochnS sipiphaneü nach Besiegung der Inden in das innere Heiligthum des Gottes ging, wohin einzntreten nur dem Priester gestaltet war, fand er darin eine steinerne Bildsäule eines stark bebarteten Mannes, die ans einem siscl ruhend in den -Händen ein Buch hielt. Diese mnthmassle er sei die Bildsäule MvscS, der Jerusalem gegründet, das Volk zu einem Gemeinwesen verbunden nnd den Inden als Gesetzgeber menschenfeindliche nnd ungerechte Sitten lGesetzel vorgeschrieben habe. Diese Menschenfeindlichkeit verabscheuend, strebte er diese Gesetze aufznhebcn, er opferte daher auf der Bildsäule des Gründers »nd ans dem unter freien Himmel stehenden Altar des Gottes ein grosses Schwein, befahl, dass man mit der Suppe ihre heiligen die Fremden feindliche Gesetzgebung enthaltende» Bücher besprenge, die bei ihnen sogenannte ewige stets brennende Lampe anslösche und den Hohenpriester und die anderen Inden zwinge, daö Fleisch zu genießen'ss. Die Freunde des AntiochnS ermahnten ihn hierauf gestützt, dies Volk vollständig auSzurotten; wolle er aber nicht, so solle er die Gesetze aufhcben nnd cS zwingen, seine Gebräuche zu andern. Der König, der großmüthig und von sanfter Natur war, verzieh den Juden, nahm von ihnen Geißeln, legte den Schuldigen einen Tribut auf und ließ die Mauern von Jerusalem niederreißen"'). In einem erhaltenen Bruchstück des 40. Buches erwähnt 0) Man erkennt hieraus die vollständige Nichtigkeit der in de» Büchern der Makkabäer erzählten Frevel: und fast drücken diese gedrängten Werke Dieders nech Widerwärtigeres aus als der! berichtet wird. 7) Joseph. Alterth. a. a. Oerzählt ebenfalls von der Großmut!׳ dieses Königs und fügt hinzu, daß, da das Lauberhüttcnfcst gerade während der Zeit -er Belagerung fiel, Antiechus selbst Opfer in die belagerte Stadt geschickt habe. Auch den feindlichen Rath der Freunde des Königs führt Jesephus, aber nur mit kurzen Worten an.

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