Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 4 (1855)
- Issue
- Heft 4
- Article
- Erläuterungen der auf einigen mathematischen Sätzen beruhenden Mischna Kilaim 5, 5
- Date
- 1855-01-01
- Page
- Seite 156 (sequence 11)
- Language
- German
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156 Notizen. Charakteristisch ist für die verschiedenen Richtungen der spanischen und französischen Schule: während Maimuni auf die Mathematik mit den Worten וכל אלו הענינים מבוארים למי שיש לו חלק בחכטת המדות והתשבורת hinweist, durch welche diese Mischna mehr Klarheit erhält, will R. Schimschon aus Sens (in seinem Eommentar zu dieser Mischna) der Mathematik ihre Gemeingültigkeit absprechen, was Israeli, R. Joseph Karo und Heller nicht ungerügt hingehen lassen. vr. B. Zuckermann. N o t i z e n. Das Magazin für die Literatur des Auslandes brachte in einer seiner letzten Nummern v. I. folgenden Auszug aus den in der Didot'schen Buchhandlung in einem prachtvollen Quartband erschienenen Rechercb.es sur la numismatique judai'que von Herrn F. de Saulcy: ״Das Studium der jüd. Münzen hat bis jetzt zwei sehr wichtige Phasen dargeboten. Im Jahre 1538 hatte Wilhelm Postel die Umschristen eines hebräischen Schekel fehlerfrei übersetzt. Seitdem wurden von einer Menge Alterthümler schüchterne Versuche gemacht; aber erst 1781 gab Franctscus Perez Bayer, Archidiakonus zu Valencia, einen sehr schönen Band unter dem Titel: ״Oe nummis hebraeo-samaritanis“ heraus, in dessen Vorrede er die hochmüthigen Argumente Tychsen's widerlegt. Im Texte des Werkes sind alle bis aus Bayer bekannt gewordene hebräische Münzen klassisizirt. Den Anfang der Münzen- Prägung bei den Juden setzt er an das Ende des Jahres 173 der seleucidischen Aera (139 v. Ehr.), in welchem Jahre von Antiochus VII. dem Hohenpriester und Ethnarchen Simon, Bruder Juda's Makkabäus, die Bewilligung dazu ertheilt wurde. Alle jüdische Münzen, wie verschieden auch an Schrift und Gepräge, die das Datum Jahr I tragen, werden unter das erste Jahr gereiht, in welchem Simon von dem Rechte, das ihm der syrische König zuerkannt, Gebrauch machte. So wird es auch mit den folgenden Jahren 2, 3 und 4 gehalten." ״Allein schon vor der Erscheinung des Bayer'schen Werkes hatte unser berühmte Barthelemy Kupfermünzen des Jonathan Makkabäus (161 —143 v. Ehr.) mit gewohntem Talent gelesen und erklärt; sie zeigten genau dasselbe Gepräge, wie die Münzen des Jochanan Hyrkanos (136—105 v. Ehr.). Eben so hatte er andere Münzen mit