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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1854-01-01 · Heft 12 · p. Seite 443

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
3 (1854)
Issue
Heft 12
Article
Die Juden unter den ersten römischen Kaisern
Date
1854-01-01
Page
Seite 443 (sequence 5)
Language
German
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443 Die Juden unter den ersten vömifd'cn Kaisern. ricflev*): und sie hielten die Kvitigöwürde minder hoch ald e Hohepriestenvürde, denn soweit Gott den Menschen ebenso eit überragt das Priesterthum — der Dienst Gottes — das ouigthum, Diesetn Volke, diesem Vaterlande, diesen! Tempel ,*höre ich an, und ich bitte für Alle, Für mein Volk: cs er- 1ieo sich 00n jeher eifrig »nd treu deinem Hause und stehet, -weit es die väterlichen Gesetze gestatten, keinem Volte an!tedeten, ästeihungeu und Opfern für das kaiserliche Haus nach, Zur die heilige Stadt: sie ist meine Vaterstadt und die Meropole nicht nur Iudäa'st. sondern vieler Neiche in die sie Kolonien entsandte: von Ggypten, Lliessalieu, Vootien, Niacedonien, Aetolien, Attika. Korinth, dem Peloponnes, Gubva, Cpperu, Kreta; zu schweigen von den st'uphratgegenden: sie sind fast ganz von Inden bewohnt, ästenn also meine Vaterstadt sich deiner Huld erfreuet, so schenkst du sie nicht einer Stadt, sondern vielen und entfernten in Europa, Asien und Asrica liegenden ständen! und Inseln, Und für den Tempel: in ihm wurde nie ein von Händen gearbeitetes Bild ausgestellt. Die Werke der Maler und Bildhauer sind Darstellungen mit den Sinnen wahlzunehmender Götter; unser Gott aber ist unsichtbar, unsere Väter hielten, es daher für Sunde ihn in einem Gemälde oder Bilde darzustellen. Und es hat auch kein noch so feindselig gegen uns gesinnter Herrscher oder Satrap den Versuch gemacht, den Tempel durch solche Neuerung zu deinträchtigen: die Furcht vor den sich daran knüpfenden schlimmen Folgen hielt sie zurück'st. Doch wozu Auswärtige erwähnen? Als dein väterlicher Großvater Marcus Agrippa den Tempel besuchte, ergoß er sich zu seinen Begleitern in dessen Lob und beschenkte ihn reichlich. Und auch TiberiuS zeigte dieselbe günstige Gesinnung, und er verletzte während seiner drei und zwanzigjährigen Negierung niemals die Heiligkeit der Tempels. 5) Dieses beziehet sich aus seine 'Vorfahren mütterlicher Seite, durch Mariamne die Tochter Hmcano 1L. Jedenfalls schmückte Philo Manches rhetorisch aus. 6) Wenn Philo hier Nntiochus Epipbanes vergifrt, so mag auch dieses seinem rhetorischen Schwung zu Gute gehalten werden. 7) ES wurde oben S. 40.‘J erwähnt, dasi TiberiuS den jüd. EultuS zu Nom untersagte. IosephuS (^Utertl3üm. 1S. 3. erzählt folgende Veranlassung. Ein aus seinem Vaterland wegen Verbrechen flüchtiger Jude ging nach Nom und gab sich daselbst für einen jüd. Lehrer aus. Er fand Eingang

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