Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 3 (1854)
- Issue
- Heft 10
- Article
- Die Lehrfreiheit im Judenthume
- Date
- 1854-01-01
- Page
- Seite 374 (sequence 10)
- Language
- German
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374 Die l'd'rfvi'tboit tm .},iih'iitl'unn■. :Hidmmfl, die sic nach gewissenhafter (vmuiflu1n\ ,uv Wahrung und ,ur ('vl)oltimrt dev traditienelle» Lehre eingeschlagen hatten, (UMubviiißcn. Man wellte nicht auf Haldem Wege stehen blei- Heu, me» wellte ver feinem ,viudernisse, vev feiner Lchwierigfeit ,uii'ufiiH'idH'u und wav fest entschlessen jede» Widerstand, ve» leelchev Leite ev auch feunnen!»echte, dt hvechcn. Und se wurde nun gegen de» gefeierten :){. (?liefet•, dev de» Beschlüssen dev Majerität sich durchaus nicht fluten wellte, dev Bannstrahl geschleudert und alle ven ihm im Linne seiner Lebule vergetragene» Lehrsätze essentlich als falsch und unzulässig erklärt. - - Bald mus;te» eS jedech die Mitglieder de» Lenats selbst erfahre», das! sie tu viel >Gewalt in die Hand eine» (?inzeluen gelegt, und das! dev Basti kraft ilirer eigenen Beschlüsse einen ,^ede» een ihnen wegen jeder wirklichen eder bles! angeblichen Aensterung tut Rechenschaft ,ielu-n tennte. l?s entstand eine (?rhebung im Lenate, die mit einer Mastregel endigte, ganz entgegengesetzt derjenige», welche »er ungefähr hundert fahren zu Gunsten deS Patriarchenliauses in Auwendiing gebracht wurde! es wurde dem Basti wieder ein Bieepräsident in der Persen des vernehme» und jugendliche» B. Glieser ben Asarjah beigegeben, Lpäter wurde das Persenal des BerstandeS nech durch einen dritten Beamte» unter dein Titel izhacham vermehrt ls, Berachet 27l>i. — Das Ly stet >1 blieb jedech sertwährend dasselbe, denn man wellte wohl die Willkürherrschast des Basti, aber nicht die Macht des Lenates selbst beschränke», Das; aber die ,Trachte dieses LnstentS eben keine erfreulichen wäre» last sich daraus schliesten, das, B, Iesua, er, der den Basti mit solchem l?iser nnterstünt hatte, nach dem Tede B. Gamaliel'S darauf antrug, die Beschlüsse, welche unter :1t, Gamaliel gesastt wurden, zu widerrufe». waS and, geschehen wäre, wenn nicht B, Zechana» ben Buri sich dagegen ausgesprechen und erklärt hätte, daß der greste Btann auch nach seinem Tede geachtet werden.müsse. Aber der Antrag Äi. Iestta'S an und für sich, wenn er auch keinen Grselg hatte, ist ein Factum ganz merkwürdiger Art, denn er enthält das traurige aber ehrliche Geständnis; deS treuherzigen greisen Lehrers, das! die Häupter -es )udenthuntS ihre Aufgabe verkannt hatten und nach einer harten Wanderung zu einem Ziele gelangten, das sie als das ihrige nicht erkennen