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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1854-01-01 · Heft 10 · p. Seite 370

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
3 (1854)
Issue
Heft 10
Article
Die Lehrfreiheit im Judenthume
Date
1854-01-01
Page
Seite 370 (sequence 6)
Language
German
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370 Dil? SMufmbcit im Iudmtlnnne. Spnhedrin (11 ov^anifivon und den oben ft» lUiefleteicbnetc» alö beim U*olfc beliebten Hillel an die 3pine desselben tu berufen. Die Wahl \־\1101וי' gesätnl, mir um fo größerer Aeclamatiau, nie das intlt', mißvergnügt sich tunt einem .Könige aus fvembem stamme beherrscht tu sehen, sich durch die Wahl eines 0׳elehrten van acht königlicher Herkunft, eines Mannes ans dem Hause Davids (tun Präsidenten des halten Ratlies, einigermaßen tu entschädigen glaubte «vgl. Pesachim 66>. Herades machte es für gerathen halten, dem Palte in diesem Punkte seinen '.Willen tu lassen, um sa mehr da er van dem sanftmütbigen und lmrntlasen (belehrten in keiner Besiehnng etwas tu furchte» hatte. - Dl׳ Hillel und 2dmmai wirklich beni Balte anempfahlen haben dem Herades die 3tabt tu übergeben, wie Fasephus (!11״; ■יוi(|11. I.. \V. c;1|1. I) berichtet, ad er vielinebr dies vam Balte blas vargegeben wurde, um dem Tpranne» die getrafsene Wahl genehmer tu machen und Herades sich den Anschein gab das angebliche Perdienst.sssllel's gelten tu lassen, mit die Palkswabl bestätigen tu können, ahne seiner Autarität etwas tu vergeben, möge dahingestellt bleiben. Pls Picepräsident wurde dem Hillel der (H'säer Menahem beigegeben, ein Mann van eben sa friedliebendem (Charakter als Hillel selbst, und Israel batte die Befriedigung sich eines Anblickes tu erfreuen, den es länger als ein Jahrhundert entheitren mußten twischen Präsidenten und Bieepräsidenten und demtufalge im ganten 3vnhedrin herrschte die vallkammenste Hiyigkeit, es gab keine Streitfrage הלל וסכהב לא במלקס, hhagiga I <>;»). ׳Aber die unangefachtene Popularität Hillel's, der, wenn auch nicht als Kronprätendent gefährlich, dach die ballen (5׳igenschaften, die edle Abstammung und die Tugend repräsentirte, welche dem Ufurpatar abgingen und mit der fremden Abkunft und der blutgierigen (Grausamkeit des Königs gewaltig kantrastirten, mußte dem Fdnmäer bald ein Stein des Anstaßes werden, und er dachte daran, dem Präsidenten eine mächtige (Gegenpartei tu schaffen, um sein Ansehen sa viel als möglich tu verringern. Um tu diesem Ziele zu gelangen scheint eine nicht gant nngewöhnliche Hofintrigue angewendet Warden zu sein. Der Bicepräsident Dienahem, der zum Führer einer Dp- Position durchaus nicht tätigte, mußte unter einem pagenden 'Barwand ans dem Senate «gezogen und durch einen minder

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