Mannheim
Compact Memory

Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1854-01-01 · Heft 9 · p. Seite 344

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
3 (1854)
Issue
Heft 9
Article
Seminar-Angelegenheiten
Date
1854-01-01
Page
Seite 344 (sequence 4)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
98% known words query
IRI
…/2829132-2829164-2829174-2853308--01867-2853342
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

344 Briese aus dem Orient. Religion ohne drückende Sorgen für ihre Subsistenzmittel ihren Studien mit dem besten Erfolge obliegen können. Eines Wohllöblichen Kuratoriums ganz ergebenster Vorstand g<z. Boronow. R. Luchs. I. Münzer. Oppeln, den 1. Scptbr. 1854 Briefe aus dem Orient. Von Albert Cohn. I. Jerusalem, 15». Juli!854. Hochgeehrter Herr! Nur wenige aber günstige Werte über den bisherigen Erfolg meiner Reise, der alle meine Erwartungen übersteigt. Ich richte jetzt eben daö Hospital ein, an dem nur Juden beschäftigt sind; habe einen Handwerkerverein gestiftet, an dem vierzig junge Leute die schwersten Handwerke, selbst Schlosserei erlernen und außerdem täglich eine Stunde, sowie an Sabbaten, Unterricht in Religion erhalten. Ferner eine Mädchenschule, an der auch alle Handarbeiten gelehrt werden; im Namen den Baron Anschel eine Leihkasse von 100,000 Gulden, durch die es möglich sein wird arme Handelsleute und Handwerker aus kräftige Weise zu unterstützen, indem ihnen Geld ohne Interessen geliehen wird, das sie in kleinen Skaten zurückzahlen können. Eine van Frau Baronin James v. Rothschild gegründete Stiftung für Wöchnerinnen, die Hebammen, Wäsche für Mutter und Kind, und Geldunterstützung gewährt, sowie eine Stiftung im Namen meiner Frau, die zweimal wöchentlich Brod vertheilen laßt, vervollständigen die Anzahl der bis jetzt gegründeten und ins Leben gerufenen Anstalten. Somit wird es uns möglich den Alles überströmcnden Anstrengungen der englischen Missionäre, die über 500,000 Franken jährlich verausgaben, entgegen, treten zu können. Doch Geld ist nicht Alles; ich habe Samstag den 15. Juli in der Hauptsynagoge, die זכאי p ד יוחנן zugeschrieben wird, in den verschiedenen Landessprachen in Gegenwart -er Missionäre sowohl als wenigstens von 5000 Juden, gesprochen und Letzteren Alles ans Herz

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.