Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 3 (1854)
- Issue
- Heft 8
- Article
- Die Eröffnung des jüdisch-theologischen Seminars
- Date
- 1854-01-01
- Page
- Seite 297 (sequence 5)
- Language
- German
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Die ßriiffnun!! des jüdisch-thcologischcn ScminarS. 297 bcmjVUu'11 Maßt mtftcßenfnmen, als ev mit sein ein innersten Wesen und der vollsten Hingebung an ihr hing, hiervon mag hier geschwiegen werden: diese Gemükhöwehen und inneren Kämpft fallen in den Bereich dcs Individuums, das vor dein Allgemeinen schwindet. — Das Programm berichtet ferner, wie der im Januarheft vorig. Iahrg. dieser Monatsschrift erschienene Aufsatz ״Iahresschnn" die Ansmerksamkeit des KuraroriumS auf sich gezogen und dasselbe sich bewogen fühlte. Olef, zur Annahme des Dlrectorats zn veranlassen. Die Airnähme war vorerst eine provisorische, zur Zeit konnte nicht mehr gefordert werdend. ״In einer ersten Zusammenkunft, wird hierauf berichtet, ivelche am 27. und 28. März 1853 zu Dresden unter einer ebenso dankenöwerthen als fruchtbare» Betheiligung bewährter Fachmänner und theilnehnrender Freunde, die unserer dringenden Aufforderung Folge leisteten, stattfand, legte Herr De. Frankel einen fertigen, ins Detail auSgeführtcn Plan vor, welcher in der Hauptsache und dein Wesen sowohl mit den früher (Januar 1853) in seiner ״Monatsschrift für Msibichtc und Wissenschaft 3) toter wird in einer Anmerkung der Verdienste eincö Mannes gedacht, dem auch f)ief. (ucrinit die aufrichtigste Hochachtung zellt. Die Leerte des Programms und: ״Wir sind glücklich der bellen Verdienste eines Mannes um die Organisation der Anstalt gedenken zu kennen, dessen stiller, anspruchsloser, aber ebenso unermüdlicher als fruchtbarer -Lbätigkeit das Seminar sehr viel verdankt. Schon beim Beginn unserer Verarbeiten nämlich sahen wir uns nach einem Manne um״ der mit den jüdischen Verhältnissen in! Allgemeinen innig vertraut, sowobl vermöge seiner eigenen bedeutenden Sach- und Persenenkenntnisr tlns rathend zur Seite sieben, als vermöge seiner intimen Be- Ziehungen zu geistlichen, und missen sch astlichen Korypbäen des Iudenthums, auch deren Ansichten uns vermitteln könnte; da wir alle Ursache hatten, in unmittelbar persönliche Verhältnisse der Art nicht zn früh cintrctcn zu wollen. — Der Nedakleur des ״Magazin's für die Literatur des Auslandes", Herr Joseph Lehmann zu Glogau, ein Mann, der wie Wenige mit umfassender, vielseitiger Bildung auch eine wahrhaft opfcr fähige Pietät für das Juden, thum verbindet, willfahrte auf das Wohlwollendste unserem (Ersuchen, und scheute keine Zeit noch Mühe, in Durchführung des begonnenen Werkes uns beizustehen. Nachdem er auf dem Wege bis zur Wahl des Directors uns treu begleitet, war eö es wiederum, welcher dem Herrn Obcrrabbiner unsere Voaction übergab und die Annahme derselben wiederholt auf das Dringendste empfahl, auch an der folgenden Konferenz einen gewichtvvllen Antheil nahm und nicht aufhörte, für das Unternehmen auf das Wärmste und Edelste sich zu interessiren. Sein Andenken wird in der Geschichte der Anstalt jederzeit dankbar bewahrt werden!"