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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1854-01-01 · Heft 7 · p. Seite 282

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
3 (1854)
Issue
Heft 7
Article
Zur Mischna-Exegese
Date
1854-01-01
Page
Seite 282 (sequence 2)
Language
German
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282 Notizen. Palmen, deren Wasser als Purginnittel benutzt wird". — Wir wissen ltuit soviel, daß wir unter dem sogenannten ״Paln!Wasser" der Mischna nickt etwa einen Last uns der Palme selbst gezogen oder aus ihren Früchten bereitet, sondern vielmebr eine heilkräftige Mineralquelle zu verstehen haben. Aber in welcher Gegend Palästinas haben wir diese Quelle zu fit ob nt? Vergleichen wir eine andere Talmndstelle, wo ebenfalls vo!t dieser Quelle die Rede zu sein scheint (Grübln s. 11) a. Sntka f, 32 b), dort sagt N. Iosua ben Lewi: ״Zwei Palmen gibt es int Tbale Hinom, zwischen ihnen steigt ein Rauch empor, es sind dieselben Bäume von denen die Mischna lehrt (Sukka f. 20b) ״״die Palmzweige vom ״in הברזל (Gisenberg) dürfen zum Feststrauße benutzt werden"", und dort, wo die erwähnte Rauchsäule sich entwickelt, ist die Pforte der Gehenna". — Offenbar wird hier wiederum von einer Quelle, und zwar von einer beißen Quelle gesprochen, die zwischen Palmen entspringt, uttd die nicht etwa im Tbale Hinom in der Nabe Jerusalems, wie man i.m ersten Augenblicke wohl glauben könnte, sondern aus dem Har ba-Barsel zu suchen wäre. Das Thal Hinorn hat keine wanne Quelle, und es ist dieser Ausdruck hier in seiner figürlichen Bedeutung zu nehmen, wo <v — Hölle — unterirdisches Feuer gesejzt wird. In diese«! Sinne heißt es auch von der warmen Quelle zu Tiberias (Gtnmans), sie komme von dett Pforten der Gebenna (Sabbat f. 39a). — Von teil warmen Quellen Palästiua's sind die beiden Gnnuaus und Gadara unter anderm Namen im Talmud bekannt; die Vermnthuug führt auf — Aallirhoe. Blicken wir nun nach dem Har Ha-Barsel. Rach Schwarz (das heilige Land, S. 3 u. 4) wäre dieser Berg au der südwestlichen Spitze des tobten Sees zu finden. Aber diese Annahme erscheint bei ihm so unbestimmt, unh entbehrt so sehr aller Begründung, daß sie für uns nicht maßgebend sein kann; überdies ist dort nur von Salzbergen die Rede und es ist durchaus nicht abzusehen, warum man einen Salzberg einen Eisenberg genannt haben sollte. Eher sollte mau an das Gebirge von braunem Sandstein auf der Südostseite deS todten Sees denken (S. Nosenmüller Handbuch der biblischen Alterthumökunde B. II. Th. I. S. 183), und da stoßen wir wieder ans Kallirhoe. Diese Vermnthuug wird beinahe zur Gewißheit, wenn wir die Beschreibung dieser Quelle bei Nosennüiller (daselbst S. 217) Nachlesen. Wir wollen diesen Autor selbst sprechen lassen. — ״Unweit dem todten See, demselben südöstlich gegen Petra hin — ist ein feit tanger Zeit wegen feiner warmen Bäder berühmter Ort, der bei den Griechen und

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