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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1854-01-01 · Heft 6 · p. Seite 216

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
3 (1854)
Issue
Heft 6
Article
Die Israeliten von Laghouat
Date
1854-01-01
Page
Seite 216 (sequence 12)
Language
German
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216 Briefe auö Berlin. Talmndisten, der mit S^e!)avx*lid)fcit unb allen Kräften das leifte Work gegen seine Eiegner baden wollte. — Die Frauen und Kinder beschäftigten sich inzwischen mit Spielen im Hose, die das Gepräge kindlicher Einfachheik trugen. — — Bios Noemia nahm an diesen Spielen keinen Aniheil; hinter ihrer Mutter kauernd folgte sie nachdenkend und traurig den tollen Sprüngen ihrer Schwestern und deren Kinder. — Nachdem die talmudische Diskussion beendigt war, mußte Hr. Lrt. Auskunft geben über die Israeliten in Frankreich, ihre Sitten, Beschäftigungen, ihren Eulins u. s. w. Seine Nut- Worten aus die an ihn gerichtete» Fragen erregten bei diesen armen Wüstenbewohnern ein mit Stanneir untermischtes Interesse, sowie auch einen Beginn von Sympathie für die Fraurose». Einer der Anwesenden fragte nach Rothschild, dessen ehrenvoller Name auch bis in diese Entfernung gedrungen war und wo man ihn ebenso wie in Frankreich gerechterweise hochachtet. Herr W. weilte noch bis zum ״Minchagebete" in Eiiahus Harise, das er mit innigster Rührung verlies!. Der Berfasser schließt mit den Worten, das! er sich glücklich fühlen würdr, wenn diese Schilderung der Sitten jener armen Wüstenbewohner zur Linderung ihres Elends Manches beitragen und die Aufmerksamkeit wohldenkender Männer auf sie zu richten im Stande sein mochte. V. B. Briefe ans Berlin. 1v. Zu Anfänge des achtzehnten Jahrhunderts befanden sich in Berlin 70 jüdische Familien, unter welchen besonders der Hofjuwelier Joost Liebmann und seine Frau nach ibm am Hofe des prachtliebenden Königs Friedrich 1. grosses Ansehen und (Zinstuss hatten, wahrend der Kronprinz Friedrich Wilhelm ihnen sehr abgeneigt war. Dieser Liebmann erhielt die (Lrlaubnist, in seinem Hanse eine Synagoge anzulegen. Auch andere Juden erhielten besondere Vorzüge; so erlangte Jacob Joseph, einer von den Hausvätern der östreichischen Fanlilien, die ausgedehnteste (Lrlaubnifi, sich in der Mark Brandenburg wo immer niederzulasseu und offene Kramläden und Buden zu halten. In diesem Jahre erschien

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