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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1853-01-01 · Heft 12 · p. 476

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
2 (1853)
Issue
Heft 12
Article
Literarische Berichte
Date
1853-01-01
Page
476 (sequence 3)
Language
German
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476 Necensionen und Arizelgeu. sollen beigegeben werden: a) das Wörterbuch von Menachem den Seruk; d) die Kritik dieses Werkes von Dunasch Jbn Labrat; 6) die Antikritik der Schüler Menachem's gegen Dunasch; ä) die Repliken der Schüler Dunasch's; 6) die חכרעות des R. Tam. (Diese Werke sollen aber bereits in London durch Phitippowski gedruckt worden sein. Vielleicht gibt ein englischer Leser nähere Auskunft darüber.) Beide, Machsor und Bibel, verdienen eine weite Verbreitung, da auch Lettern und Papier ausgczeichnet sind. Auch werden in der Officin della Torre's daselbst das komische Ritual und eine neue Ausgabe des ״Chobor Ha-Lebabot" mit einer Einleitung von S. G. Stern — der eine lange Zeit in Parma war — bald vollendet seim — II) Der ״Midrasch Ele Eskera" ist von Hrn. Dr. Möbius an der Universitatskirche in Leipzig deutsch in Jamben bearbeitet worden und wird bald im Drucke erscheinen. Jellinek. Notizen. In dem Werke, welches im laufenden Jahre erschienen: Die Insel Sardinien von Neigebauer, herausgegeben von Johannes Minckwitz, findet sich eine Mit-!Heilung über Handschriften von Arabern. Es soll näMch der Mnoriten-Mönch Franz Maria Manca zu Cagliari unter dem Nachlasse seines verstorbenen Vaters, vermischt mit den Amtspapieren seines Großvaters, des Notars Manca Maturino di Pattada, ein PorLeftnille gefunden haben, worin verschiedene Pergamente lagen, die nur der berühmte Archivar Piltitu zu Cagliari zu lesen vermochte. Der Kirchenhistoriker Ritter Martini erachtete deren Werth so hoch, daß er sie für die Universitäts-Bibliothek ankaufen ließ und zur Herausgabe beförderte. Da sich in der Stadt Oristano am längsten die sardische Unabhängigkeit behauptet hat, so wird mit Recht vermuthet, daß sich diese Schriften in einem benedictiner Kloster daselbst befunden haben. Die Schriftzüge der ältesten dieser Pergamente sollen der Papyrus-Schrist von Ravenna gleichen, die in der Vaticanischen Bibliothek zu Nom ausbewahrt ist. Nur genannter Pillitu verstand sie zu lesen und eine Abschrift zu besorgen, die Martini veröffentlichte. — Martini hat zuerst die Aeilen nach dem Originale drucken lassen, dann aber auch in besondere Verse 174 an der Zahl, mit dem Schlüsse! in seculoTum secula abgesetzt. Wie daselbst behauptet wird, besorgt die Akademie zu Turin ein Facsimilie dieser Gedichte. Die Entstehung derselben fallt nach Martini in das Ende des 7. oder den Anfang des 8. Jahrhunderts, also in die Zeit Pipins von Heristall 678; der Eroberung Spaniens durch die Sarazenen, 712; des Königs der Longobarden Luitprand712—744; Carl MarLell's 714—741z der Bilderstürmerei zu Constantinopel 726 — und beweist, daß dieses Gedicht vor dem Jahre 709 und höchstens wenige Jahre vorher verfaßt worden sei. In diesem Gedichte kommt nun ein gelehrter jüdischer Schriftsteller unter dem Namen: Abraham von Cagliari vor. Wer aber ist dieser berühmte Schriftsteller, der in diesem Gedichte so ausgezeichnet hervorgehoben worden? — Sollte nichts von ihm auf uns gekommen

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