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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1853-01-01 · Heft 10 · p. 402

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
2 (1853)
Issue
Heft 10
Article
[Rezension]
Date
1853-01-01
Page
402 (sequence 2)
Language
German
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402 Recensionen und Anzeigen. bewährtesten Sinnspcüche unserer Altvorderen dem gemeinen Mannen der zumal in Frankreich wenig Gelegenheit har jüdische Bücher zu lesen, nahe vor die Augen gestellt, damit er im Leben sich darnach richte. Es folgt sodann eine ״Chronik", die allerdings nur Kopie der in den früheren וחוח!? befindlichen ist, und namentlich die Ergebnisse der Wissenschaft in Feststellung mancher geschichtlicher Phasen nicht berücksichtigt, auch viele wichtige Momente in der allgemeinen Geschichte der Juden und deren Literatur ausläßt; es ist blos zuletzt bemerkt / daß seit der Emancipation der Juden in Frankreich 62 Jahre und seit Einweihung des umgebaueten israelitischen Tempels zu Paris und Errichtung des Rothschild'schen Hospitals daselbst 1 Jahr verflossen sei. — Einigermaßen zur Entschädigung für die eben gerügten Lücken reihet sich daran ein Aufsitz des Hm. Carmoly, betitelt ״Epoques de l’histoire litteraire des Israelites de France“, worin auf die Bedeutung und den Einfluß, den die Schriften französischer Juden seit Karl dem Großen bis auf die neuere Zeit herab, auf die Juden in allen Wettgegenden ausgeübt haben, hingewiesen und die Literärgeschichte der Israeliten in Nord-Frankreich in folgende 6 Epochen getheilt wird, nämlich:!) von 787—975 der' christl. Zeitrechnung, 2) von 975—1105, 3) von 1105 (die Tofasisten) bis 1366, 4) von 1366—1395 (letzte Vertreibung der Juden aus Frankreich), 5) von 1395—1790 (in dieser Epoche kann jedoch nur-eigentlich von einigen literarischen Productionen der elsassischen und lothringischen Juden in den letzten Jahrhunderten die Rede sein!) und 6) von 1790—1853. Beiläufig wird auch darin bemerkt, daß schon Richard Simon, Dom Rivet, Prunelle und andere französische christliche Gelehrte der rabbinischen Literatur in Frankreich hohe Aufmerksamkeit zollten, UNd in der von einer Commission der Academie des Inscriptions ausgearbeiteten Fortsetzung der Histoire litteraire de France mehrere Spezialartikel über französische Rabbi neu sich befinden. Ein Seitenhieb auf einige neuere Bibliographen macht jedoch, in der allgemeinen Fassung wie er dastehet, einen unangenehmen Eindruck und gehört nicht in diese Skizze. Gehen wir jetzt zu dem Anhänge über und (heilen Manches daraus mit, woran wir Bemerkungen knüpfen, die nacb eigner Anschauung uns sich aufträngten. — Frankreichs israelitische Bevölkerung bestellet aus 86,600 Seelen, wobei die zahlreichen Juden Algeriens jedoch nicht-mitgerechnet sind. Die oberste Leitung aller religiösen Angelegenheiten der Juden im französischen Reiche ist dem Central-Consistorium zu Paris anvertrauet, das aus einem Großrabbiner (Herrn Ullmann), einem weltlichen Präsidenten (Hcn..Oberst Cerfberr), einem Vicepräsidenten (Hrn. Frank, Verfasser von ,,la Kabbale ou la Philosophie religieuse des Ilebrenx“) und noch sechs Mitgliedern bestehet. — Jemehr die religiöse!Zersplitterung

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