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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1853-01-01 · Heft 2 · p. Seite 79

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
2 (1853)
Issue
Heft 2
Article
[Nachricht] / Frankel, Zacharias
Date
1853-01-01
Page
Seite 79 (sequence 2)
Language
German
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Notizen. 79 bemerkt, wie hierdurch manche scheu von Früheren aufgcworfcne Fragen ihre Erledigung finden. Hier wollen wir noch aus vielen sich darbietendcn Stellen folgende hervorhebcn. Cholin 136 (und Berachot 22) heißt es: אמר ר׳ נחמן בר יצחק נהוג עלמא בחגי הי*ה סב' ונו;, und Losafot das. sinder mit Recht diesen ר״נ בר יצחק nach S. 132 in Widerspruch mit sich selbst. Allein j. Talm. Berachot 3, 4 wird angeführt: ,אמר ר' אחא בר יעקב ונהסן המן והד, und daß dieses eine richtige Leseart sei, beweiset der Umstand, daß der jer. Talm. von אביי und רבא abwärts (diese selbst mit eingeschloffen) keinen babyl. Autor kennt — der j. T. reicht nur bis zu dieser Zeit, der Zerstörung der Liberianischen Akademie durch Gallus —; ד״נ בר יצחק aber war ein spaterer Zeitgenosse des רבא . Vgl. Tos. Gittin 31 d. Wir machen hier zugleich auf einen andern Umstand aufmerksam. ר׳ אליעזר בן יעקב war unstreitig einer der ältesten TancU'm und lebte lange vor R. Akiba. Er war aus der Zeit des Tempels (und um dessen Untergang); hieraus weiset nicht nur hin, daß er häufig in Middot erscheint (vgl. auch Joma 16*1, sondern es erzählt den Asai, Schüler und Genosse (תלמיד חבר Baba Batra 158) des R Akiba, daß er eine Rolle zu Jerusalem gefunden, auf der gestanden, die Mischna des R. Elieser b. Jakob sei vorzüglich ff. (Jebamot 49) Dieser ראב״י erscheint aber Schebiit 2, 10 Para 9,3 neben ר, עזהזעדן , an letzterer Stelle obschon Beide gleicher Meinung, nach ר' שמעון . Es kann also dieser ר״ש nicht der spätere ר, שמעון בן יוהי sein, und ebensowenig N. Simon b. Gamliel der AelLere ^Vater des R. Gamliel de Jabne), noch R. Simon b. Gamliel der Jüngere (Vater des R. Jehudu Hanasi), diese .werden immer רשב״ג genannt. Es ist wahrscheinlich Simon der Schn Hillels, der zweite Sohn der Hillerschen Familie (Schabbat 15*). — Derselbe Simon dürste auch Horajot 3b wahrzunehmen sein; er wird das. von N. Elieser und R. Akiba angeführt. Der Talmud z. St. nimmt ihn jedoch für den später» ר״ש$ dann ist aber dieser ר״ש סומר als ein spätenr Zusatz zu betrachten, man stellte ihn an die Spitze, weil er das פוטר unbedingt ausspricht. Vgl. das. F. Daß selbst hochgebildete wiffenschaftliche Männer sich in blindem Eifer zu mancher Ungerechtigkeit hinrcißen laffen ist ein Tribut, den sie der mensch- Achen Schwäche zollen; aber wahrhaft betrübend ist, wenn sie statt das Unrecht zurückzunehmen, Wissenschaft und Bildung zu dessen Dienerinnen machen, sic herbeirufen um das Unrecht zu befestigen. Den Israeliten zu Padua wird mit Recht als ein schöner Zug nachgerühmt, daß sie zu allen auch nicht israelitischen frommen Anstalten der Stadt beitragen, und jeder nur einigermaßen begüterte Jude bei seinem Tode eine Summe dem dortigen Hospitale für Greise und Gebrechliche (Pia casa di ricovero) vermacht. In diesem Hospitale wird jährlich eine Todtenfeicr zu Ehren der Testatoren begangen, und es werden ihre Namen in der bei dieser Gelegenheit gehaltenen Rede lobend erwähnt. Abd6 Nardi, ordentlicher Professor des Kirchenrechts an der Universität zu Padua, war am 27. Mai des v. I. der Festredner: eine Israelitin, Madame Henriette Consolo - Treues, hatte sich sehr wohlthätig erwiesen, und Hr. Nardi gedachte ihrer in folgenden Worten; ״Ich will nicht anstehen, auch dich, vortreffliche Henriette Consolo-Lreves zu loben, obschon du einer Religion angehört habest, die aufgehört hat, wahr zu sein. Sind wir nicht in dem Tempel

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