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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1852-02-01 · Heft 5 (Februar 1852) · p. [Seite]

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
1 (1851-1852)
Issue
Heft 5 (Februar 1852)
Article
Briefe aus London
Date
1852-02-01
Page
[Seite] (sequence 2)
Language
German
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180 Briefe ans London. Schule sind günstig, da die St. Albans Synagoge einen Theil ihres Fonds derselben znzuwenden beabsichtigt, wodurch die Anstalt vor den nothwendigen Schwankungen der Snbscriptionen geschützt wäre. Es stehet aber dieser Schule noch ein neuer Aufschwung bevor, da mit ihr die Vereinigung der Mädchen-Freischule beabsichtigt wird. Westend besitzt nämlich eine jüdische Mädchen-Freischule (Western jewisli Girls Free School). Das Bedürsniß einer solchen Austali war lange gesuhlt, und fand endlich durch das eifrige Bestreben des gegenwärtigen Oberrabiners Befriedigung. Im Mai 1846 erließ Dr. Adler einen Pastoralbrief an seine Gemeinden, worin die Wichtigkeit der Jugenderziehung besonders hervorgehoben wurde. Dies ermunterte den Eifer auch für die Gründung der obigen Anstalt; schon am 15. October 1846 wurde sie eröffnet. Besonders thätig bewies sich dabei Mr. I. M. Johnson, der auch jetzt Präsident der Anstalt, und als solcher sich unermüdlich zeigt. Patrone der Schule waren damals außer Dr. Adler der Herzog von Cambridge, der bei den ersten öffentlichen Prüsungen prasidirte, die alte Baronin von Rothschild, Lady Montesiore und die Baronin Lionel von Rothschild. Die beiden zuerst genannten Damen sind seitdem verstorben; die Baronin Lionel sucht durch verstärkten Eifer die Lücken auszusüllen; sie stattet häufige Besuche ab und legt durch freigebige Schenkungen ihren edlen Sinn an den Tag. — Beim Unterrichte ist das Monitorial-System nicht angewandt. — Die Zahl der Schülerinnen war im ersten Jahre 13; jetzt ist sie auf 55 herangewachsen. — Die Schule bestehet aus zwei Klassen. Hauptlehrenn ist Miß Wolssson. Der Unterrichisplan umfaßt die jüdischen und modernen Elementar-Wissenschaften; die Prüfungen zeugen von den gründlichen Fortschritten der Kinder; in dieser Beziehung gilt die Anstalt als eine sehr empfehlenswerthe. Eine eigenthümliche Einrichtung sind die religiösen Sonnabends-Stunden, die nicht nur von den Kindern sondern auch von deren Eltern und den Freunden der Anstalt besucht werden. — Die Schule hat ein sorgsam gewähltes Besuchs-Comite, (Yisiting Commitee), das die Thätigkeit der Anstalt eifrig überwacht, ja oft selbst unterrichtet. Prüfungen der Zöglinge vor dem Comite finden monatlich statt. — Die Anstalt besitzt eine gute Lesebibliothek, die von den Freunden der Erziehung wohl ausgestattet ist. Die Diseiplin, die Gründlichkeit des Unterrichts und der Umfang desselben veranlassen selbst bemittelte Eltern, ihre Kinder dieser Schule anzuvertrauen. Wir wenden uns jetzt nach einem andern Stadttheile, um hier uns so ganz in die Kindheit, in das ״anbrechende Morgenroth des Menschen" zurückzuversetzen. Lassen Sie uns eintreten in einen wahr- Hüsten Tempel, in die Kleinkinderschule (Jew’s Infant School). Sie

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