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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1939-01-01 · Heft 1 (Januar 1939) · p. Seite 604

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
83 (1939)
Issue
Heft 1 (Januar 1939)
Article
Judaica in nummis
Date
1939-01-01
Page
Seite 604 (sequence 15)
Language
German
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IRI
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604 Bruno Israel Kirschner interessanten Medaille wurde jüdiseherseits von L. Zunz geliefert, der 1840 die sogenannte Four viere -Medaille, die im 17. Jahrhundert bei Lyon gefunden wurde, gründlich behandelte und sie dem Benjamin ben Elia Beer (15. Jahrhundert) zuschrieb; vgl. Ges. Schriften, 1876, S. 87ff.: ״Eine merkwürdige Medaille“. Albert Wolf, der 1907 verstorbene Dresdener Sammler, dessen Schätze das Berliner Jüdische Museum übernommen hat, hat mehrere Arbeiten veröffentlicht (MGWJ 1894, S. 239f. 11. 1898, S. 328ff.; Kauffmann-Gedenkbuch, Breslau 1900, S. 629ff.; 8. Band der Jewish Encyclopedia; Mittig, z. Jüd. Volkskunde XIII, Hamburg 1904, S. 51ff.), die von seinem umfassenden Überblick zeugen. Der frühere Oberbibliothekar und Museumsleiter der Jüdischen Gemeinde Berlin, Dr. M. Stern, hat 1937 seine Studien über jüdische Numismatica in einem illustrierten Sammelband ״Aus dem Berliner Jüdischen Museum“ (Berlin, Philo-Verlag) vereinigt und damit einen überaus instruktiven Führer durch dieses Gebiet geschaffen. Bereits 1930 hatte M. Narkiss in einem Aufsatz ,,Jewish History in Medals“ in dem New Yorker B’nai B’rith Magazine, Vol. XLIV, Nr. 5, die Sammlung von Medaillen zur jüdischen Geschichte, die Dr. Otto Goldschmidt in Gotha angelegt hatte, näher beschrieben. Größere Monographien über Teilgebiete stellen Tassilo Hoffnanns Arbeit über Abraham und Abramson 55״ Jahre Berliner Medaillenkunst, 1755—1810;“ (Frankfurt a. M. 1928) und Wolfs Bearbeitung der Hamburger Judenmedaillen (Mittig, z. Jüd. Volkskunde XIII) dar. Mehrere Aufsätze hat auch M. Narkiss beigesteuert. Ein Gesamtüberblick, der eventuell zu einem Corpus führt, kann nur durch Mitteilungen von Besitzern nnmismatischer Einzelstücke oder Sammlungen, die unter den Begriff ״Judaica in nummis“ fallen, ermöglicht werden; diese werden daher gebeten, sich mit dem Verfasser in Verbindung zu setzen. Ein solches ,,Corpus Judaica in nummis“, das die Universität Jerusalem in Verbindung mit den jüdischen Museen und Privatsammlern unter ihre Fittige nehmen sollte, müßte neben der phototechnisch bestmöglichen Abbildung und der genauen wissenschaftlichen Be- Schreibung der einzelnen Stücke — Legende und Bild auf Vorder-

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