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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1939-01-01 · Heft 1 (Januar 1939) · p. Seite 598

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
83 (1939)
Issue
Heft 1 (Januar 1939)
Article
Judaica in nummis
Date
1939-01-01
Page
Seite 598 (sequence 9)
Language
German
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IRI
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598 Bruno Israel Kirschner feiert Benjamin ben Elijali Beer wegen Exwirkung von Erleichterungen gegenüber der Inquisition beim neuen Papst Julius II. Das Stück, das als Unikum in der Pariser Nationalbibliothek liegt3 kann ebenso als eine Personenmedaille wie als eine solche auf ein politisch wichtiges Ereignis bezeichnet werden. Ähnliches gilt u. a. von der Montefiore und Cremieux aus Anlaß der Damaskusaffäre gewidmeten Medaille v. J. 1840.) C. Gebrauchsnumismatik. a) Zu religiösem Gebrauch. 1. Kabbalistische und andere Amulette, insbesondere für Wöchnerinnen und zu sonstigen magischen Abwehrzwecken bestimmt, z. B. zum Schutz des Knaben während der Beschneidung gegen böse Geister; ferner in Form der Josephshand, Torarolle u. ä.; Tora-Anhänger mit eingravierten Texten. 2. Gebetsmedaillen mit offiziellen liturgischen Texten. (Gebete, die nicht in der Synagoge oder im Hause gesprochen wurden, sondern unterwegs, und deren Wortlaut daher möglichst handlich zu verzeichnen war, wurden gern auf kleine Medaillen geprägt, so das Taschlich- und das Reisegebet, auch eine 1,5 qcm(!) große Adon-Olam-Medaille mit dem ganzen zehnzeiligen Text gibt es.) b) Zu praktischem Verwaltungsgebrauch. Wertmarken, Abstimmungs pfennige. Armenküchen־, Suppen-, Brotmarken der jüdischen Gemeinden; Messingmarken mit \n und לוא (,,ja“ und ״nein“), mit Namensgravierung. c) Vereins-, Tagungsabzeichen. Hierzu siehe die Bemerkung oben zu B. c) 2. Abschließend sei zu der Gruppe I. ״Jüdisch-zentrale Prägungen“ noch zweierlei bemerkt, das nicht den Inhalt, das Objekt der Medaille, sondern die subjektiven Faktoren betrifft: 1. Diese Stücke sind nur zu einem kleinen Teil von jüdischen Künstlern hergestellt; das Künstlerprinzip ist also in keiner Weise

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