Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 83 (1939)
- Issue
- Heft 1 (Januar 1939)
- Article
- Judaica in nummis
- Date
- 1939-01-01
- Page
- Seite 596 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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596 Bruno Israel Kirsclmer 2. Gelehrte: Abrabanel, Mendelssohn, Markus Herz. 3. Politiker: G. Eießer, Cremieux, Herzl2 3 4. 4. Künstler (Dichter, Musiker usw.): Heine, Rachel (Felix), Josef Israels. 5. Mäzene, Wohltäter, Philanthropen. Daniel Itzig, Montefiore, die Rothschilds5. 6. Numismatiker. (Die Berechtigung dieser Sondergruppe ergibt sich daraus, daß es von jüdischen Münzforschern und -liebhabern aus naheliegenden Gründen besonders viel Prägungen gibt.) b) Jüdische Privatpersonen, insbesondere aus Anlaß von Familienfeiern. 1. Hoehzeitsmedaillen (grüne, silberne, goldene Ho chzeit). 2 Eine jüdisch-numismatische Ausstellung hat im März 1939 das Bezalelmuseum in Jerusalem aus seinen reichen Beständen eingerichtet. Der Museumsleiter M. Narkiss hat die Objekte, soweit ihre Darstellung sich auf jüdische Personen oder Einrichtungen oder Begebnisse bezieht, nach solchen sachlichen Gesichtspunkten angeordnet — z. B. nach Stichworten wie Moses Mendelssohn, Montefiore, Herzl, oder: Juden in Wissenschaft, Literatur, Kunst, Wirtschaft, oder: Hochzeits-, Synagogenmedaillen, Abzeichen der Zionistenkongresse, Plaketten des Keren Kajemet Le Jissrael —, im übrigen die ihm zugänglichen numismatischen Schöpfungen jüdischer Me־ dailleure zusammengestellt, z. B. Abramson, Ch., Leop. und!.Wiener, V. D. Brenner, Boris Schatz u. a. 3 Den auf dem Boden des Religionsgesetzes stehenden Medaillensammler wird die halachische Entscheidung des Schulchan Aruch über die Zulässigkeit der künstlerischen Wiedergabe des menschlichen Körpersbzw. von Teilen desselben interessieren. Im Jore Dea 141, 7 heißt es: יש מי שאומר שלא אסרו בצורת אדם ודרקון אלא דוקא בצורה שלמה בכל איבריה אבל צורת ראש או גוף בלא ראש אין בו שום איסור לא במוצאו ולא בעושה (וכן מהנין). Der Zusatz וכן מהנין ist von Remo. In dem Kommentar פתחי תשובה von Zevi Hirsch Eisenstadt z. St. wird erzählt, wie es sich mit der Medaille auf Elieser Schmelka zugetragen hat, zu dessen Amtsantritt in Amsterdam im Jahre 1735 eine Medaille, wohl die älteste Rabbinermedaille, mit seinem Porträt geprägt wurde, offenbar, ohne daß Schmelka daran Anstoß nahm; vgl. A. Wolf in MGWJ 1898, S. 328fL Aber die Ehrungsmedaille für den orthodoxen Chacham Isaak Bernays in Hamburg zu seinem 70. Geburtstag siebt vom Porträt ab und bietet statt dessen ein zwölf zeitiges hebräisches Gedicht (Akrostichon). 4 u. 5 Diese Namen hier und im folgenden sind natürlich nur beispielhaft für viele Dutzende weiterer Personen, von denen es Medaillen gibt, angeführt.