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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1938-01-01 · Heft 1 · p. Seite 58

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
82 (1938)
Issue
Heft 1
Article
Zu Jg. 81, 478 [Nachricht] / Bergmann, Jehuda
Date
1938-01-01
Page
Seite 58 (sequence 2)
Language
German
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58 Besprechungen ״Schauen“ der Astrologen wie Jes 2713). Ebensowenig kann Jakob, der nach Gen. r. 91 mit Hilfe eines speculare seine Hoffnung in Ägypten vorhersah, bei seinem Schauen in die Zukunft einen Smaragd für Kurzsichtige ver״ wendet haben. Mit dem agadischen Ausspruch: .באספקלריה כמהזית זו שחוזין בד המלכים hängt die Pliniusstelle in der Sache nicht zusammen. J. Bergmann. Besprechungen. Werden und Wesen des Alten Testaments. Herausgegeben von Paul Volz, Friedrich Stummer und Johannes Hempel, Berlin 1936. Unter diesem Titel sind die Vorträge zusammengefaßt, die auf der inter״ nationalen Tagung Aittestamentlicher Forscher zu Göttingen 1935 gehalten worden sind. In der Chronik der ZAW 1935 behandelt Hempel Absicht und Sinn dieser Tagung. Manche der Vorträge erhalten darin ihr Kolorit und die Zusammenkunft im ganzen eine nähere Bestimmung. Die Tagung war als eine Fortsetzung der Oxforder Zusammenkunft vom Jahre 1927 gedacht, und beide sowie die in Aussicht genommenen Fortsetzungen sollen als Er״ satz dienen für eine internationale Gesellschaft der Alttestamentler, an der es mangelt. In den Orientalistenkongressen konnte weder das theologische Anliegen noch die persönliche Gemeinschaft der Alttestamentler zum Aus״ druck kommen. Fakultätsprobleme von größerer und geringerer Tragweite sind damit verbunden. Die reiche Speziaiistik der auf das A. W. ange״ wandten Wissenschaften bringt es mit sich, daß der Alttestamentler als selbständiger Forscher z. B. auf dem Gebiet der Orientalistik zurücktritt (J. Hempel bemerkt, daß deswegen die Ras Schamra״Texte nicht Gegen״ stand der Tagung waren, weil außer Montgomery kein Alttestamentler selbständig und neue Ergebnisse zu Tage fördernd sich mit ihnen befaßt hat. In der Z. D. M. G« N. F. Band 14 behandelt A. Jirku die Keilschrift״ texte von Ras Schamra in ihrem Verhältnis zum A. T.). Das bedeutet nicht, daß der Alttestamentler sich der einzelnen mit dem A. T. Zusammenhängen״ den Disziplinen weniger zu bedienen habe — er bleibt ihr dankbarer Schüler —, aber er muß sich ihrer bedienen, ohne seine eigentliche Auf״ gäbe, das Forschen nach dem Sinn der Schrift, aus den Augen zu verlieren. Wohl aber stimmt es ihn zur Vorsicht in der' Bewertung von Ergebnissen, die von ihm selbst nicht immer nachgeprüft werden können. Etwas von solcher Vorsicht ist wenigstens als Forderung in dem unmittelbaren Arbeits״ bereich des Alttestamentlers, in der Behandlung des Textes nämlich, sicht״ bar geworden. In A. Junkers Referat ״Konsonantenumstellung als Fehler״ quelle und textkritisches Hilfsmittel im A. T.“ tritt eine Besinnung auf die Grenzen der Konjekturalkritik zutage. Nicht um eine grundsätzliche Ab״ kehr von der Kritik als solcher handelt es sich, sondern um eine genauere Anwendung kritischer und methodischer Grundsätze, wie sie den Zeug״ nissen der klassischen. Literatur bereits viel früher zugute gekommen ist. Schon die Tendenz kann heilsam sein, und wir hören gern, wenn J. Hempel ein Wort Sam. Drivers an seine Schüler zitiert: Avant de tirer des con״ clusions dressez des listes et des tables des mots et ne cessez jamais d’en

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