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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1938-01-01 · Heft 1 · p. Seite 57

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
82 (1938)
Issue
Heft 1
Article
Zu Frey, Corpus Inscriptionum Judaicorum [Nachricht]
Date
1938-01-01
Page
Seite 57 (sequence 2)
Language
German
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Bemerkungen 57 muß nicht immer die Ruhestätte bedeuten. Auf S. 348 bemerkt Zunz, daß .מנוחד auf die ״selige Ruhe" gedeutet worden ist. P. Frey fragt, ob yioovva eine Würde bedeuten könnte; er denkt wahrscheinlich an den s. Z. von Garrucci gemachten Vorschlag, jiouvva mit dem hebräischen ממונה zu er״ klären, ein Vorschlag, der aber von Schürer zurückgewiesen wurde. Schließ« lieh meint Frey, es müsse sich doch nur um den Frauennamen Mouva, der in den kleinasiatischen Inschriften manchmal vorkommt, handeln. Allein dieser Name kommt in den jüdischen Inschriften m. W. nie vor. Übrigens welche Rolle wollen wir der Frau Mouva diesmal zuschreiben? Wie ließe sich in diesem Falle das doppelte v in der Inschrift erklären? Überdies schließt die von P. Frey unter N. 688 veröffentlichte Inschrift mit den Worten ח נוח נפשו במנוחה ושלום Hier kommt für das Wort מנוחה doch nur die Bedeutung ״Ruhe" und nicht ״Grabmal" in Anbetracht. b) Evangelus. Die Inschrift 207 ist ebenfalls in lateinischer Sprache mit griechischen Buchstaben abgefaßt. Sie lautet: Agrio Evange(l)o bene« merenti Reginus col(l)ega. Worauf ist das ״collega" zu beziehen? Auf den gemeinsam ausgeübten Beruf? Oder soll ״collega" den Rabbiner« Titel חבר wiedergeben? Diese sind die Möglichkeiten, die P. Frey vor Augen hat. Evangelos ist ein griechischer Name (Pauly«Wissowa, RE s. v.), der auch von Juden gebraucht werden konnte. Selbstredend ist damit die Collega«Frage nicht gelöst. Wir mutmaßen, evangelus käme diesmal nicht als Name, sondern als Gegenwert von שליחא דרחמנא vor. Zwar ist in einer Inschrift von Veuvre von ״duo apostuli et duo rabbites" die Rede; allein es ist nicht ausgeschlossen, daß man in der Inschrift 207 mit Rücksicht auf den ausgesprochen christlichen Charakter von ״Apostel" den Ausdruck ״Evangelos" vorgezogen habe. Die jüdischen Ausgesandten pflegten paar« weise aufzutreten. (S. Krauss, Enc. Jud. s. v. ״Apostel"). Von den beiden nach Rom ״Ausgesandten" konnte Agrius gestorben sein; sein Kollege Reginus hätte ihm das Grabdenkmal errichtet. c) Dormitio in bonis. Im Corpus finden wir wiederholt Inschriften, die mit den Geleitworten! dormitio ejus in bonis schließen. Es dürfte sich wohl um einen Anklang an Ps 2513 נפשו בטוב תלין handeln, und zwar nicht geradezu im transzendentalen Sinne, sondern vielmehr als Wunsch unge« störter Grabesruhe. Israele Zolli. Zu Jg. 81, 478. Die Berichtigung meiner Erklärung des Smaragdes des Kaisers Nero, die Bergmann versucht hat, ist richtigzustellen. Plinius sagt ausdrücklich: Nero princeps gladiatorum pugnas spectabat in smaragdo. Es ist also an dieser Stelle durchaus nicht von ״Spiegel« Zauber" und ״Schicksalsforschung" die Rede. I. Löw. Die Mitteilung des Plinius habe ich nicht bezweifelt. Sie beweist aber nicht, daß nach dem agadischen Ausspruch auch Mose eines geschliffenen Smaragdes sich bedienen sollte, als es galt, mit Hilfe eines speculare tüchtige Männer als Richter für das Volk zu ״erschauen" (",חוה — *תחוד gilt an vielen Stellen von prophetischen Zukunftsvisionen und sogar vom

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