Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 79 (1935)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Arbeiten zur Geschichte der Juden in Deutschland [Rezension]
- Date
- 1935-01-01
- Page
- Seite 12 (sequence 2)
- Language
- German
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12 Adolf Kober widmet. Der erste Teil des Werkes ist 1917 von M. Brann v01>• öffentlicht worden. Obwohl das Material für I 2 nachgewiesenermaßen 1913 bereits in den Händen Branns gewesen ist, konnte durch verschiedene Hindernisse und Schwierigkeiten, auf die im Vorwort hingewiesen wird, erst heute der zweite Teil des ersten Bandes — ״nonum prematur in annum“ ist fast verdoppelt worden — der Oeffentlichkeit übergeben werden, ln etwa 200 Einzelartikeln ist die Geschichte der jüdischen Gomeinden — ich nenne nur Mainz, Prag, Regensburg, Speyer, Straßburg, Trier, Worms, Würzburg — und der Landschaften und Flüsse des deutschen Reiches bis z. J. 1238 in ihrer Beziehung zur jüdischen Geschichte bearbeitet. Die Verfasser dieser Artikel sind außer den bereits genannten Herausgebern: A. Bein, M. Brann, I. Freimann, M. Ginsburger, I. Jacobsohn, A. Kober, A. Lewinsky, L. Löwenstein, L. Moses, E. Rosenthal, S. Salfeld. Ergänzungen und Berichtigungen stammen von E. Bin Gorion, I. Elbogen, A. Levin, L. Lewin, H. Lichtenstein, B. Rosenthal. Ein Register mit Orts- und Personen-Namen erleich״ tert die Benutzung. Als Einleitung zum Ganzen tritt ein Ge״ samtartikel ״Deutschland“ von I. Eibogen. Er verarbeitet die Einzelergebnisse zu einem Gesamtbild. In gedrungener und mustergültiger Form ziehen die Siedlungsgeschichte, die Rechts״ Stellung der Juden, die durch das Privileg Kaiser Friedrichs II. von 1236 zu einem Gesamtverband zusammengeschlossen wer״ den, die Organisation der Judengemeinden, die Besteuerung, die wirtschaftliche Tätigkeit der Juden, ihre Beziehungen zu Christen, ihre kulturellen und religiösen Bestrebungen vor unse״ ren Augen vorüber. Sicherlich wäre eine größere Gedrungen״ heit und Knappheit der einzelnen Artikel über die jüdischen Gemeinden ang*ebracht gewesen. Es kam auch nicht darauf an, jegliche Notiz über Juden zu verwenden. Dies erscheint nur dann notwendig, wenn wenig oder sonst keine weiteren Nach״ richten von der betr. Gemeinde vorhanden sind; ebenso ist manche Ergänzung von Artikeln durch andere Autoren als die ursprünglichen Verfasser, sofern diese noch leben, unange״ bracht; einen Ort ״Niedeck“ im Regierungsbezirk Aachen (S; 245) gibt es nicht; abgesehen von den ältesten Namensformen, die aber für die heutige Benennung nicht in Betracht kommen,