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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1933-01-01 · Heft 1 · p. Seite 69

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
77 (1933)
Issue
Heft 1
Article
[Rezension]
Date
1933-01-01
Page
Seite 69 (sequence 2)
Language
German
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Besprechungen 69 Studiums gibt uns auch der vorliegende 5. Band der deutschen Hochschul־ Statistik ein anschauliches Bild, wenn auch in seiner Einleitung an gedeutet wird, als ob der Zuwachs der Studenten seinen Höhepunkt schon in allernächster Zeit erreichen wird. Die Gesamtzahl der Studierenden an sämtlichen deutschen Hochschulen war seit 1911 in fortwährendem Wachstum begriffen und hat sich bis 1930 fast verdoppelt, ihre Zahl ist von rund 70 000 auf 132 000 gestiegen. Im Vergleich zu 1914 ist sie bei den Männern um 53.7 Prozent gestiegen und bei den Brauen hat sie sich mehr als verdreifacht. Der Zustrom zu den Hochschulen setzte aber eigentlich im Jahre 1925 ein, der die Zahl der Studierenden jährlich um 5 bis 12 Prozent •aufblähte. Die Universitäten nehmen den Hauptstrom auf; hier erhöhte sich die Zahl der Studierenden von 1925 auf 1930 um 07 Prozent. Dagegen war der Zuwachs, den das Studium an den technischen Hochschulen erfuhr, nur gering (-[- 8,6%) und bei den Handelshochschulen ging die Zahl der Studierenden um 22,6% und bei den Land- und Forstwirtschaftlichen Hochschulen um 30,4%, bei den Bergakademien sogar um 61% zurück. Im Gegensatz zu dem inländischem Studium hat das Ausländerstudium an den deutschen Universitäten keine weitere Entwicklung genommen. Im Sommersemester 1930 ist es gegenüber dem Vorkriegsstand noch um 12.5%, gegenüber 1925 um 12% zurückgeblieben. Besonders interessieren uns die Zahlen der jüdischen Studierenden. Bekanntlich bilden die jüdischen Einwohner in Deutschland 0,9% der Gesamtbevölkerung, über dem bevölkerungsmäßigen Anteil liegt aber das Studium der Juden, das sich auf rund 3 Prozent für das Sommersemester 1930 beläuft. Auch die evangelischen Studierenden haben einen höheren Anteil, als ihrer bevölkerungsmäßigen Struktur entspricht. Umgekehrt liegen die Verhältnisse bei den katholischen Studierenden und. bei den Sonstigen, worunter in erster Linie Dissidenten zu verstehen sind. Bei den weiblichen Studierenden erhöht sich der Anteil der Juden auf fast 6%. Von den ausländischen Studenten waren 38% evangelisch, 21% katholisch. Sehr hoch war der Anteil der Juden mit 18%. Auch hinsichtlich der Studiengebiete unterscheiden sich die jüdischen Studenten von der Gesamtheit. Bevorzugt werden von ihnen noch immer Jura und Medizin, fast zu zwei Dritteln. Der stattliche Band 5. der deutschen Hochschulstatistik bringt noch viele andere Feststellungen, außerdem eine Anlage ,,statistische Untersuchungen zur Lage der akademischen Berufe“ (Apotheke, Bibliothekare, Archivaren, Museums beamte). Die Einleitung und Anlage wie das Tabellenwerk liefern zusammen ein reichliches Material zur Vertiefung der aktuellen Frage: Überfüllung des akademischen Studiums. Julius Rothholz. Festschrift für Jakob Rosenheim, anläßlich der Vollendung seines 60. Lebensjahres dargebracht von seinen Freunden. Frankfurt a. M., Kauffmann, 1931. 650 S. M. 12.50. Die Festschrift für den bekannten Mitbegründer und Leiter der

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