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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1933-01-01 · Heft 1 · p. Seite 68

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
77 (1933)
Issue
Heft 1
Article
[Rezension]
Date
1933-01-01
Page
Seite 68 (sequence 2)
Language
German
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68 Besprechungen klar und übersichtlich erkennen. Die Bevölkerungsstatistik der Juden in den Vereinigten Staaten kam zustande unter Mithilfe von über 4000 interessierten jüdischen Persönlichkeiten und Unterstützung von amtlichen Stellen. Sie gibt den Stand der jüdischen Bevölkerung in den Vereinigten Staaten zu Ende des Jahres 1927 an. Die Zahl der Juden vermehrte sich von 1917 bis 1927, also innerhalb eines Zeitraumes von 10 Jahren in den Vereinigten Staaten von 3 388 951 auf 4 228 029, 1917 machte sie aus 3.27 v. H. der Gesamtbevölkerung, und ist bis 1927 auf 3.58 v. H. gestiegen. Die Zunahme der Juden ist also während dieses Zeitraumes stärker angewachsen, als hei der gesamten Einwohnerschaft, und ist in der Hauptsache auf die große Einwanderung in den Verwaltungsjahr 1921/1922, wo sie 118 419 betrug, zurückzuführen, die dann durch die bekannte Quotenminderung in den folgenden Jahren bis auf 9 751 zurückging. Wie sich die Juden auf die Nord-, Süd- und verteilen, wie groß ihre Dichtigkeit in den Hauptstädten, und den kleinen Städten und dem platten Lande ist, lassen die Zusammenstellungen Linfields in übersichtlicher, leicht verständlicher Weise erkennen. Das zweite Buch Linfields erforscht die Organisationen auf allen Gebieten menschlicher Kulturtätigkeit, die sich die Juden in den Vereinigten Staaten geschaffen haben. Ihr Tätigkeitsfeld erstreckt sich auf den Unterrieht in den Volksschulen und den höheren Schulen, auf die Unterhaltung und Errichtung von Gemeinden und Synagogen, auf die Förderung des Gesundheitswesens und des Palestinawerkes und auf die Bildung von Vereinen gesellschaftlichen, politischen und nationalen Charakters. Wie weit verzweigt das jüdische Vereinswesen in den Vereinigten Staaten ist, geht schon daraus hervor, daß die Zahl der Vereinigungen der verschiedensten Art sich auf rund 17 000 beläuft. Wie segensreich sie auf allen Feldern charitativer Tätigkeit wirkten, erkennt man, daß sie für laufende Ausgaben und für neue Gebäude fast 150 Millionen Mark im Jahre 1927 verausgabten. Bei dem Raum, der uns zur Verfügung steht, müssen wir uns auf die Wiedergabe einiger wesentlichen Punkte aus beiden Büchern Linfields beschränken, wir wollen aber nicht verfehlen, wie wir es schon bei früherer Gelegenheit getan haben, die beiden Statistiken von dem bekannten Verfasser allen denen, die ein Jnteresse für die Entwicklung des Judentums jenseits des großen Teiches haben, wärmstens zu empfehlen. Julius Rothholz.־ Deutsche Ilochscluilstatistik. Band 5, Sommerhalhjahr 1930. Verlag von Struppe & Winckler, Berlin 1930. An diesem Ostern haben nicht weniger als 50 000 junge Deutsche das Abiturium auf höheren Schulen bestanden und davon beabsichtigen 40 000 akademisches Studium aufzunehmen. Der Bedarf an Akademikern beträgt aber jährlich höchstens nur 25 000, so daß fast die Hälfte, 15 000 selbst nach gut bestandenem Examen auf Einrückung in eine Lebens- Stellung nicht rechnen kann. Von der Überfüllung' des akademischen

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