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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1929-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1929) · p. Seite 79

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
73 (1929)
Issue
Heft 1-2 (Januar 1929)
Article
[Nachricht]
Date
1929-01-01
Page
Seite 79 (sequence 2)
Language
German
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IRI
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79 Die Religion in Geschichte und Gegenwart. Handwörterbuch für Theologie und Religionswissenschaft, 41—48. Lieferung (englische Literaturgeschichte — Josua). Tübingen, Mohr, 1928 bzw. 1929. Mit den nun vorliegenden Lieferungen wird der 2. Band abgeschlossen, der 3. Band begonnen. Das Lob, das dem Werk im allgemeinen zu zollen ist, kann aufrecht erhalten werden, wenn auch mancher Leser der alttestamentlichen Beiträge die Erwähnung abweichender Ansichten in stärkerem Maße gewünscht hätte; keinenfalls hätte bei dem Beitrag ,,Hiobbuch“ die Auffassung Torczyners unerwähnt bleiben sollen. Von jüdischen Mitarbeitern neu hinzugetreten sind F. Birnbaum mit einem Beitrag ״Jiddische Sprache“ und G. Leibowitz, dessen Beitrag ״Jakob ben Ascher“ das Verhältnis der Turim zum Mischne Thora nicht sehr scharf kennzeichnet; daß kein Halachaforscher von Fach zur Mitarbeit aufgefordert ist, kann nur bedauert werden. Wenn allerdings bei den Aufsätzen ״Heilig“, ״Heiligung“ und Inspiration die Auffassung des rabbinischen Judentums nicht berücksichtigt ist. trotz der hohen Bedeutung dieser Begriffe, die auf das Christentum schwerlich ohne Einfluß blieb, so spricht das nicht *■ dafür, daß die Herausgeber sich um eine vollständige Darstellung der geschiehtliehen Wurzeln ihrer eigenen Religion mit voller Unbefangenheit bemüht haben. M. Warschauer, Der jüdische Theologe (Merkblätter f. Berufsberatung A 3). Trowitzsch & Sohn, Berlin 1929. 6 S., 0.30 Mk. Den Bemerkungen über Gegenstand des Berufes, Voraussetzung für seine Wahl und Ausbildung ist im allgemeinen zuzustimmen; nur sind die Bedenken bezüglich der Realabiturienten viel zu stark. Oskar Wolfsberg, Nehemias Anton Nobel, Verlag I. Kauffmann, Frankfurt a. M., 1929, 57 S., broschiert 3 Mk. In Ganzleinen 4.50 Mk. Die Schilderung des Lebensganges, der Sprachform, der jüdischen Gedankenwelt, des schriftliehen Nachlasses, des Künstlertums Nobels und die Behandlung seines Verliältnisses zum Zionismus ist um so verdienstlicher, da die Verehrung des Schülers niemals zu kritikloser Verherrlichung des Meisters gesteigert ist. Allerdings würde aber der kräftiger durchgeführte Versuch einer Erklärung dieses in mehr als einer Hinsicht Bruchstück gebliebenen Lebens aus seinem künstlerisch-religiösen Kraftpunkt wohl zu noch tieferem Verständnis geführt haben. Arnold Zweig, Herkunft und Zukunft, Wien, Phaidon-Verlag, 230 S., in Leinwand 5.50 Mk. Das vornehm ausgestattete, mit Bildern von Liebermann, Budko u. a. geschmückte Buch stellt zwei frühere Aufsätze zusammen, die inzwischen der Denk- und Schreibweise des Verfassers etwas ferner gerückt sind: ״Das ostjüdische Antlitz“ (1919) und ״Kanaan“ (1924). Die Darstellung ״stützt sich nicht auf Literatur und nicht auf Berichte, sondern auf das Gegenwärtige des Lebens und der sehenden Geistesgabe; sie ist ebenso richtig oder falsch wie der Aspekt selbst, den das Leben einem Besucher darreicht“ (93). Der für Sozialismus und Zionismus gleich begeisterte Künstler schildert das Leben im ostjüdischen Ghetto und im neuen Palästina mit besonders liebevollem Blick für die Zusammenstöße der Generationen; der Schmerz darüber, daß der Sozialismus der ostjüdischen Jugend die Beziehung zum Judentum meist verloren hat und daß das ״bürgerliche“ Judentum durch die nur kümmerliche Weiterentwicklung biblischer Sozialideen am religionsfeindlichen Radikalismus der Chaluzim Schuld trägt, zeigt die Richtung an, die er für den Weg des Judentums voraussieht und erhofft. Die jüdische Idee und ihre Träger (Schriftenreihe der Jüdischen Rundschau I). 61 S. Berlin. Anläßlich der zweiten Weltkonferenz für das liberale Judentum brachte die Jüdische Rundschau eine Reihe von Beiträgen, meist aus der Feder liberaler Rabbiner, die dem Zionismus angehören oder nahestehen; ihren Gegenstand bildet in der Hauptsache das Verhältnis des Liberalismus zum Nationalismus. Sie sind in diesem Sonderheft vereinigt. Ferner sind uns drei kleine Schriften von Vereinigungen zur Pflege jüdischer Kunst zugegangen: 1. Das Notizblatt Nr. 21 der Gesellschaft zur Erforschung jüdischer Kunstdenkmäler in Frankfurt a. M., enthaltend Beschreibung von Kunstgegenständen. 2. Eine Veröffentlichung (ohne Titel) des Vereins Jüdisches Museum in Breslau mit Beiträgen von Georg Herrmann, Rechnitz und Grotte und wertvollem BiLdschmuck.

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