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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1929-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1929) · p. Seite 78

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
73 (1929)
Issue
Heft 1-2 (Januar 1929)
Article
[Rezension] / Maarsen, Isaak
Date
1929-01-01
Page
Seite 78 (sequence 1)
Language
German
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IRI
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י■ 8? J. Hirsch: Verspreide Opstellen Benzion. Druk de Bussy-Amsterdam 1927. Sieben Aufsätze, die der Verfasser in der Wochenschrift ,,De Vrijdagavond“ erscheinen ließ, liegen gesammelt vor anläßlich des Jubiläums seines Bruders, Herrn Oberrabbiner Hirsch zu Zwolle. Die Aufsätze sind zum Teil populär-wissenschaftlichen Inhalts (Maimonides’ Mischne Thora, Psalm 119, Entwicklungsgeschichte der Kabbala), zum Teil beziehen sie sich auf örtliehe Verhältnisse (der religiöse Friede in der holländischen Judenheit). Der Autor hat in den Mußestunden, seines kaufmännischen Berufes mit viel Fleiß und anerkennenswerter Ausdauer die einschlägige Literatur über die betreffenden Themata durchgenommen und mit kritischem Sinn einen eigenen Standpunkt gesucht. In den Aufsätzen, in welchen er die besonderen holländischen Verhältnisse schildert, zeigt er sich als warmer Anhänger der altjüdischen Ideologie, als treuer Sohn der seit Alters berühmten Amsterdamer Gemeinde. Haag. _ I. Maarsen. Bficherschau (Besprechungen vom Herausgeber). Allgemeine Religionsgeschichte und Theologie; Sonderabdruck aus: Jahresberichte des Literarischen Zentralblatts, Jahrgang 4, 1927, von Albert Paust und Alfred Römer. Deutsche Bücherei, Leipzig, 187 S. Verzeichnet sämtliche Bücher und Aufsätze auf dem Gebiete der Religionswissenschaft in deutscher Sprache. Vollständigkeit ist erstrebt, allerdings gerade in bezug auf die Aufsätze der MGWJ nicht immer erreicht. Philip Cowen; Prejudice against the Jew, New York, 1928, 158 S. Die Zeitschrift ״The American Hebrew“ hatte im Februar 1890 eine Reihe führender nichtjüdischer Persönlichkeiten über das Recht und die mutmaßlichen Ursachen des Antisemitismus und Vorschläge zur Abhilfe befragt. Ihre Antworten gelangten in der Zeitschrift zum Abdruck. Anläßlich des 75. Geburtstages des Herausgebers dieser Zeitschrift wurden diese Ant- Worten nunmehr erneut in Buchform herausgegeben, nebst einem Vorwort und Aeußerungen amerikanischer Zeitungen über die damalige Veröffentlichung. Paul Fiebig; Rabbinische Gleichnisse, Leipzig, Hinrichssche Buchhandlung, . 51 S., 1929, geheftet 4 Mk. Stellt 34 rabbinische Gleichnisse zum Studium des Neuen Testaments zusammen; ein Glossar der nicht biblischen Wörter ist beigefügt. Zweifellos wird das Schriftchen den Studenten, für die es bestimmt ist, gute Dienste tun; bedauerlich ist nur, daß es nicht gedruckt, sondern autographiert ist; man versteht auch nicht leicht, weshalb fast durchweg der Metheg, aber nicht die Bezeichnung des Haupttones angegeben ist. Die Angäbe der Parallelen aus dem Neuen Testament in den Anmerkungen und mancher Hinweis auf die Technik, des Midrasch gibt dem Schriftchen einen gewissen Wert auch für jüdische Leser. Ueber Einzelheiten der Vokalisation läßt sich übrigens streiten. Karl Glaser; Der Jude in der europäischen Welt (Schriftenreihe der Jüdischen Rundschau II), 15 S., Berlin. Bespricht insbesondere die Problematik ״assimilierter“ europäischer Juden großen Stiles, um den Zionismus als einzigen Ausweg aus der geistigen Judennot hinzustellen. Eduard Lamparter, Evangelische Kirche und Judentum, Berlin, Verlag ״Abwehr bl älter“, 1928, 60 S., Lamparter bespricht zunächt die Geschichte der evangelischen Kirche zu den Juden von Luther bis zur Gegenwart und befaßt sich kritisch mit den antisemitischen Strömungen unserer Zeit. Die Arbeiten Neuerer wie Travers Herford und Kittel sind benutzt; doch ist dem Verfasser z. B. S. 50 nicht bekannt, daß das Wort ״Der Sabbat ist um des Menschen Willen da“ aus rabbinisehern Danken stammt. Der Abwehr antisemitischer Vorurteile kann das Schriftchen dienen. Aimö Palliere, The unknown Sanctuary, Verlag Bloch, New York, 243 S., 2 Dollar. Es ist sehr erfreulich, daß das "bekannte Werk nun auch seinen Einfluß auf das englisch sprechende Judentum üben kann.

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