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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1929-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1929) · p. Seite 76

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
73 (1929)
Issue
Heft 1-2 (Januar 1929)
Article
Hebräische Palästina-Literatur [Rezension]
Date
1929-01-01
Page
Seite 76 (sequence 2)
Language
German
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76 Wirtschaft, Industrie, Handel) und 81 Abbildungen, darunter mehrere. Fliegeraufnahmen. Es ist der erste Versuch einer zusammenfassenden wissenschaftlichen Geographie des heutigen Palästina, der volles Lob verdient.- Der topographische Teil (vgl. auch Abschn. I: Namen, Grenzen, Ausdehnung, Lage des Landes) scheint mir ein wenig schwach geraten zu sein«. Die Reihenfolge der beschriebenen oder erwähnten Orte läßt kein rechtes System erkennen. Auch sollten die Namen durch den Druck hervorgehoben werden. Die Schreibung des Namens von ביתר mit einem ת׳ ist unrichtig. Eine so fragliche Bemerkung, wie die über Bet Gimal (S. 282) hätte füglich wegbleiben können. Im topographischen Teil wäre auch sonst manches zu berichtigen, und es ist zu wünschen, daß bei einer hoffentlich bald notwendig werdenden Neuauflage ein Fehler, wie z. B. תורמסיא S. 288 [als Ort genommen, während es in Wirklichkeit thermasarius ist1] ausgemerzt wird. — Das schön ausgestattete Buch verdient jedenfalls die weiteste Verbreitung. E. Rlvlin* ein gründlicher Kenner und fleißiger Bearbeiter der fast unübersehbaren Responsenliteratur, veröffentlichte die in Venedig שפיל gedruckte, sehr selten gewordene kleine Schrift חרבות ירושלם, welche über die Drangsale der Juden in Jerusalem unter Ibn Faruch erzählt. Der Herausgeber bietet nach einer kurzen Einleitung den von zahlreichen Anmerkungen begleiteten Text, und druckt am Schlüsse mehrere — zum Teil Handschriften entnommene — Quellen zur gleichen Geschieh tsperiode ab. Darauf folgen mehrere Register. Die im Ganzen 60 Seiten umfassende Schrift bedeutet eine Bereicherung der jüdischen, speziell palästinensischen Geschichtsliteratur. — Zum Ganzen sei auf den von Toled anoim Hebrew Union Coli. Annual, Cincinnati, IV, 464 ff. veröffentlichten Brief verwiesen, der die gleichen Verhältnisse behandelt. Viele Namen können auf Grund beider Quellen richtiggestellt werden2. Ri vlin veröffentlichte ferner (5687) die 150 Seiten umfassende Schrift הצדיק ר׳ יוסף זונייד מבלאנט ורבותיו, in der auch mehrere, bisher ungedruckte Briefe, Responsen und Excerpte von R. Elija Wilna enthalten sind. Ferner gibt er das große Werk A. L. Frumki n’s: תולדות חבבי ירושלים (aus dem der Verfasser nur den I. Teil veröffentlichte) heraus. Band II (168 S.) und III (312 S.) sind in sehr guter Ausstattung in den letzten zwei Jahren erschienen. Sämtliche Schriften sind beim Verfasser, bzw. Herausgeber, Elieser Rivlin, Jerusalem, Schaare Chesed erhältlich. Der bekannte Tel-Aviver Gelehrte S. Ch. Kuk behandelt in einer ישוב יהודי בדן betitelten kleinen Schrift die auf das alte Dan-Panias sich beziehenden Daten in der mittelalterlichen-jüdischen Literatur. Die wichtigste Quelle ist die Genisa, aus deren Schätzen Kuk mehrere Texte fachgemäß behandelt, hie und da auch zurechtstellt. Die auf Seite 2 im Namen des Referenten angeführte Korrektur bezieht sich auf den S. 12 (letzte Zeile) mitgeteilten Text. Es ist zu wünschen, daß die auf die palästinensischen- und syrischen Gemeinden bezüglichen Texte auf Grund der Veröffentlichungen Mann’s und Anderer in ähnlichen kleinen Monographien dargeboten werden. S. Klein. Karl Schwarzs Die Juden in der Kunst. Mit 50 Tafeln in Tiefdruck und neun Textbildern. Der Heinebund, Berlin, 1928. Zwei Aufgaben mußte der Verfasser eines solchen Buches sich stellen: Die eine: alles das, was Juden auf dem Gebiete der Kunst geleistet, im Rahmen der Gesamtleistung der Völker zu werten, und die andere: die Besonderheit in den Werken jüdischer Künstler aufzuspüren, zu untersuchen, ob und wie sie sich offenbart. Wie hat der Verf. sich mit diesen beiden Aufgaben abgefunden? Die erste scheint mir nicht ernsthaft genug in Angriff genommen, der zweiten dagegen ist fast zu viel Liebe zugewendet worden. Der Verf. berichtet von den künstlerischen Leistungen der Juden während dreier Jahrtausende in drei an Umfang sehr ungleichen Abschnitten. Die Zeit der nationalen Selbständigkeit ist nicht sehr ergiebig, die Abhängigkeit 1 Vgl. diese Monatsschrift 1920, 131. 3 S. jetzt auch Yellin’s Arbeit im Gederikbuch an A.M. Lüncz: “ירושלם" (5688), p. 87 ff.

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