Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 73 (1929)
- Issue
- Heft 1-2 (Januar 1929)
- Article
- Die Familie Lwow [Nachricht]
- Date
- 1929-01-01
- Page
- Seite 66 (sequence 2)
- Language
- German
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66 Schwiegersohn des צמח צדק war, unrichtig ist. Dembitzer sah nämlich, daß Jehuda Leib Krochmal im קוכטדם אחדון am Ende des Buches seines Vaters צמח צדק den Jekowka ,,Schwager“ nennt. Deshalb glaubte er, daß Jekowka der Schwiegersohn des צמח צדק war. Aber dem ist nicht so. Denn beide waren Schwiegersöhne des Moses Segal Mirels aus Wien, wie . dies aus einer alten Stammtafel hervorgeht, die am Ende des Biiches חולדות משפחת גיגצבורג abgedruckt ist. ’ ' Zu S. 492, 4 bemerkt W., daß mir entgangen, wäre, daß Moses Lw6w eine Zeitlang Vizelandesrabbiner• war, ehe er zum Landesrabbiner gewählt wurde. Darauf möchte ich erwidern, daß es mir nicht unbekannt war, daß M. L. im Jahre 1752 ( 5512) zum Vizelandesrabbiner ernannt würde, wie dies aus der Schrift von Müller ״Beiträge zur Geschichte der Juden in Mähren“, S. 82—86, hervorgeht. Aber meiner Ansicht nach war dies zur Zeit, als sein Onkel Isachar Berusch Eskeles schwerkrank daniederlag. Letzterer starb am 26. Adar I 5513 (= 1753), so daß M. L. dieses Amt nur einige Monate inne hatte. Ich hielt es daher nicht für notwendig, dies besonders hervorzuheben, da er doch gleich nach dem Tode seines Onkels Landesrabbiner wurde. Moses Lwow, Ländrabbiner in Mähren, war auch der Ahne des bekannten scharfsinnigen Talmudisten Abraham Zwi ben Elazar, Rabbiner in Piotrkow, Verfasser des “״שדת בדית אברהם. Dieser führt ihn ebd. TT Nr. 7 als אא״ז an und zitiert dessen Responsum im שב יעקב II Nr. 6, wie ich bereits am Anfänge meines Aufsatzes Note 1 erwähnt habe. Ferner schreibt uns Herr Dr. N. Wahr mann in Breslau: Zu S. 487, 1 letzte Zeile wäre nachzutragen, daß die Angabe des Verfassers, daß der Rabbiner von Frankfurt a. M. Josef Samuel den מסורת המדם verfaßt hätte, nicht den Tatsachen entspricht. Der Verfasser des מסורת הש״ם ist Josua Boas (genauer: יהושע בעז בן שמעון למשפחת ברוך מגרוש קטלוניא), der. auch den שלטי הגבורים zum RIF geschrieben hat (vgl. seine Einleitung in der Wilnaer Ausgabe des RIF, wo er über seine literarische Tätigkeit ausführlich berichtet). Josef Samuel hat nur Zusätze zum מסורת הש״ם geliefert, wie dies auf jedem Titelblatt der Wilnaer Talmüdausgabe (ed. Rom) zu lesen ist. Hierauf erwidert Herr Rabbiner Horowitz: Es trifft zu, daß der erste Verfasser des מסורת הש״ם Josua Boas gewesen ist und Josef Samuel nur Zusätze geliefert hat. Allein da seine Zusätze das Vierfache der Bemerkungen des Josua Boas ausmachen und zusammen mit ihnen (ununterscheidbar) unter dem Titel מסורת הש״ם in sämtlichen Ausgaben des Talmuds abgedruckt sind, mußte ich seine Glossen unter den bekannten Namen מסורת הש״ם anführen, da sie keinen andern Namen haben. Zu S. 542 des vorigen Jahrgangs (Jüdisches Lexikon). Herr Dr. Georg Herlitz hat dem Unterzeichneten brieflich die Meinung ausgesprochen, daß in der Besprechung des Jüdischen Lexikons zwei Irrtümer unterlaufen seien. Es heißt dort: ,,Von jüdischen Gelehrten sollen gegen Wellhausen nur D. Hoffmann . .-. geschrieben haben; jüdische lebende Gegner wie Jacob und Jampel werden nur als Bibelerklärer erwähnt“. In Wahrheit heiße es im Jüdischen Lexikon (1019 Z. 8): ״Gegen Wellhausen schrieb• direkt u. a. D. Hoffmann“, woraus doch hervorgehe, daß dem Verfasser des Artikels auch andere jüdische Schriften gegen Wellhausen bekannt gewesen sind und daß er durch die Worte ״u. a.“ auf sie hinweisen wollte. Ferner beginne der Satz, in welchem Jacob und Jampel erwähnt werden, mit den Worten: ״Von Lebenden arbeiten im Gebiet der Bibelwissen־ s c h a f t“. Ich hätte den Verfassern des Beitrags ״Bi bei Wissenschaft“ vorgeworfen, daß sie von der Stellung der heutigen jüdischen Gelehrtenwelt zur Wellhausensehen Richtung eine einseitige Vorstellung erwecken. Zur Begründung hatte ich angeführt, daß andere als orthodoxe Gegner dieser Richtung nicht genannt werdeny wenigstens nicht in ihrer Eigenschaft als Gegner und Kritiker Wellhausens. Ich glaube nicht, daß meine Worte im Zusammenhang anders zu verstehen waren, und überlasse dem Leser das Urteil darüber, ob mein Vorwurf durch die Feststellungen des Herrn Dr. Herlitz widerlegt oder bestätigt wird. ' Heine mann.