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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1928-01-01 · Heft 1 · p. Seite 89

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
72 (1928)
Issue
Heft 1
Article
Bemerkung zu Herzogs Aufsatz "Über eine verderbte Stelle in Sephath Jether" [Nachricht]
Date
1928-01-01
Page
Seite 89 (sequence 2)
Language
German
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89 ידי לילה נגרה. אמר הגאון שאין לו חבר ופרושו Worte Ibn Esras folgend rekonstruieren רעחי וכל המפרשים פרשו מקומי או מכתי ור' אדונים פרשו עיני וכר. Seite 390 A. 9 meint Herzog, ich hätte in meinem Ibn Esra-Kommentar darauf hinweisen müssen, daß יד im Hebräischen verschiedene Bedeutungen hat (vgl. Ibn Ganäh s. v. יד), nach Ibn Esra aber z. St. es מכה bedeutet, weil der Mensch Schläge gewöhnlich durch die Hand erteilt. Meiner Ansicht nach jedoch schließt die Erklärung I. E.s nicht aus, daß auch er zugebe, daß יד verschiedene Bedeutungen habe, nur geht I. E. noch weiter, indem er hier die eine dieser Bedeutungen auch etymologisch erklärt. Auch widerspricht die Erklärung I. E.s nicht der Ansicht Ibn Ganähs, da doch I. G. nirgends behauptet, daß T mehr als eine Grundbedeutung habe. Timisoara. Leopold Fleischer. In Fulds Emendation, einer heillos verstümmelten Stelle im vermeintliehen 1שפת יתר des A. Ibn Esra, die ihr Urheber selbst nur als ,,se non e vero, e ben troväto“ gelten ließ2, sucht Herzog, MGWJ 71, 387, eine Stütze für die von ihm einst ausgesprochene Hypothese zu finden, daß nicht Ibn Öan ab der Verfasser der von A. I. E. so sehr getadelten Wortvertauschungen sei3 (MGWJ 53, S. 709), da die von I. E. in seinem Kommentar zu Ps 773 gerügte Wortvertauschung sich bei Dünas finde (allerdings betrachtet H. a. a. O. Ibn J a süs als deren Urheber). Nun ist aber diese Annahme H.s bereits von Bacher, als eine auf einem vollständigen Mißverständnis beruhende, endgültig widerlegt worden (ebd. 55, S. 233). H. faßt nämlich den Satz: יש שמביאין מלה מן המלות4 והחפץ בה זולתה, mit dem das 27. Kapitel des ספר הרקמה beginnt: es gab Bihelerklärer, die sieh der Wortvertauschung bedienten, woraus sich ergeben würde, daß die in diesem Kapitel behandelten Wortvertauschungen nicht von Ibn &anäh ursprünglich herrühren. Man braucht aber nicht einmal das arabische Original zur Hand zu nehmen, um sich von der Unmöglichkeit dieser Deutung zu überzeugen. Der Satz würde doch dann heißen: [מפרשים oder יש [אומרים שמביאין etc., sonst fehlt das Subjekt in diesem Satze. Das Wort מביאין bezieht sich aber auf die Hebräer, oder, was auf dasselbe hinauskommt, der Satz ist unpersönlich. Bacher (A. M. I. G., S. 19) übersetzt ihn: Zuweilen wendet man irgendeinen Ausdruck an, während ein anderer beabsichtigt ist. Daß I. E.s Tadel auf Ibn Ga näh gemünzt war, bezeugen uns nicht nur D. Kimchi( Komm, zu Jer 3326, I Ghr 216) und Profi atDuran in seinem מעשה אפר (S. 150), auch der gesunde Menschenverstand spricht dafür. Mag sich die eine oder die andere Wortvertauschung auch bei einem Vorgänger Ibn Öanähs finden5, so hat er doch diese Art der Erklärung zum Prinzip erhoben und ihr ein besonderes Kapitel seines grammatischen Werkes gewidmet. Selbstverständlich könnte aber Dünas für eine solche Anzahl 1 Daß nicht dieses, sondern das von Bacher ספר היסוד genannte Werk in Wirklichkeit den Titel שפת יתר trägt, wurde vom Schreiber dieser Zeilen in דביר II S. 280 als Vermutung ausgesprochen, welche sich nachher durch einen Ms.-Fund bestätigt hat, s. קרית ספר III S. 73. 2 ׳ Er schreibt: לא כוון אליו, הם דברים ראוי' לאומרם (A. I. E.) אף אם החכם 34 ש*י) b). 3 In zwei Stellen: im Z a c h 0 t, Aug. Lippmann 72a, wo er von 100, in seinem Komm, zu Daniel 11י wo er von ,,ungefähr 200“ Wortvertauschungen spricht. 4 Diese Verbesserung Bachers, statt המלה in der gedruckten Aug., findet sich tatsächlich in drei von den vier Hss., auf Grund deren der Schreiber dieser Zeilen dieses Werk gegenwärtig ediert. 5 Z. B. Gen 204 האיש> הגוי, Ex 213 לאיש> לעם, beide bei Saadja (s. Bacher, IEEP S. 387), Sach 1113 האוצר > היוצר bei Ibn Koreis (s. תשובית דונש, ed. Schröter § 148), auch in 104 § ש״י heißt es nach cod. De-Rossi Nr. 314: השליכהו אל היוצר. תחת האוצר, כך פירש בן קריש; in den gedruckten Aug. ist diese Stelle korrupt. Uebrigens Avendet A. I. E. selbst die Wort- Vertauschung an, s. z. B. sein Komm, zu Sach 4השמן >־ הזהב 2נ. Sämtliche vier Vertauschungen finden sich im oben genannten Kapitel des Werkes Ibn Ganäh.

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