Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 71 (1927)
- Issue
- Heft 1-2 (Januar 1927)
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1927-01-01
- Page
- Seite 74 (sequence 2)
- Language
- German
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n Bevor ich auf seine Leistung eingehe, muß ich bemerken: der Ton, den er anschlägt, ist aufs entschiedenste abzuweisen. Man darf weder Kohiit ,,Liederlichkeit“, noch Dalman ,,plumpes Plagiat“ vorwerfen. Diesen pöbelhaften Ton, Herr G., verbitten wir uns. Mustert man G.s Nachträge, so lernt man Levvs Besonnenheit und Maßhalten erst recht schätzen. Was G. sich leistet, gehört zu den Höchstleistungen eines verwilderten Dilettantismus. Nur widerstrebend teile ich einige Beispiele mit: 1מלוג ist zusammengezogen aus iherito (marito) ,licet üsumfructum (so!) gaudere. — 1 2 * מכל Mech. 89 b Friedmann gehört zu macula. קנוניא xoivama ist convenio 1 עגלנל ist Verschmelzung von עגול und גלגל. Sin aj ״als rühmende . Bezeichnung eines Schriftgelehrten ist sciens! 3שורייני Adern nach syr. שד (auch jüd.-aram.!) Seh kraft. תדבתר eine Kohlart. Dazu wird aus der Frühzeit unserer Wissenschaft (aus dem LB des Orients) eine naive Vermutung Jellineks ausgegraben: es ist pers. תרבא, eine Pflanze, + סד Kopf. שיחין ,,wilde Feigen.“ In Wahrheit nicht zur Reife gelangende, abfallende Feigen (Flora 1, 236). Das daneben genannte רימין ist durchaus nicht Artischocke. Der Elefant — plia — durch’s Nadelöhr ist f i 1 u m! מורן wird mit syr. מדנא kombiniert. Das ist begründet, aber schon von F. Perles (Schwarz-Festschrift 300) gesehen. Es muß, da das syr. Wort ans מדנא Clitstellt ist, mit Perles מודן hergestellt werden. טרגיה ist nicht tractus, sondern Isnoüpyta, Krauß LW 2, 313. OLZ 1925, 320. — חמד ist trotz der oft nachgeschriebenen Annahme nicht temetum (Flora 1, 94). טדי. Man muß nicht wissen, woher dieses fremdartige Wort stammt4, ist aber den Manen Luzzattos so viel Rücksicht schuldig, seine verschollene Lösung: t h e 0 d i a nicht hervorzuzerren. Zusammenfassung: Es ist Herrn G. gelungen, die berüchtigten Anmerkungen B. Fischers zu Buxtorf zu überbieten. Er ist ein strebsamer Uebcrsctzer. Er bleibe bei seinem Leisten! Löw. B. Halpen Descriptive Catalogüe. of Genizah Fragments in Philadelphia. 1924. 235 Beiten. Preis des Werkes $ 3.00. Das letzte Werk des früh verschiedenen Gelehrten verdient unsere besondere Aufmerksamkeit. Der Katalog enthält eine Beschreibung von 487 Ge- Duah-Fragmenten und zwei Register, ein englisches Namenregister und ein hebräisches Register der in den Fragmenten enthaltenen Piutim und Dichtungen. Der Katalog selbst teilt sich in 7 Gruppen: I. Bibel. II. Talmud, Midrasch und Halacha. III. Liturgie. IV. Weltliche Poesie. V. Dokumente und Briefe. VI. Philosophie und Kabbalah. VII. Vermischtes (Medizin, Folklore usw.). Zur Charakterisierung der Gründlichkeit, mit der H. an seinen Descriptive Cätalogue herangegangen ist, genügt es, auf sein vor 12 Jahren erschienenes Werk: Ä Volume of the Book of Precepts by Hefejs b. Yasliah hinzuweisen. II. hat seine besten Kräfte den Genizah-ForSdiungen gewidmet. Seine gediegene Kenntnis des Hebräischen und Arabischen ist ihm hier ganz besonders zustatten gekommen. Die Genizah-Fragmente bieten allen anderen Manuskripten gegenüber auch noch die Schwierigkeit, daß sie schon zur Zeit ihrer Unterbringung stark abgegriffene Reste unbrauchbar gewordener Bücher und Schriftstücke waren. Nicht als Bücher wurden sie aufbewahrt, sondern als bereits aufgebrauchtes, abgenutztes Material aus Pietät für den Inhalt oder die hebräische Schrift vor unmittelbarer Vernichtung verschont und in einen verborgenen Winkel gegeben. Die Manuskripte waren also schon zur Zeit ihrer Thesaurierung — wenn man diesen Ausdruck hier gebrauchen kann — 1 D. H. Müller, Hammurrabi 280, Krauß LW 2, 339 OLZ 1925, 32 assyr. imilügu. 2 Richtig Lefealx tob: נכל. UrsprünglichECiVri MS 49, 678 ZDMG 59, 417. M. Vitry 333342 ,זזM דופי. Krauß LW 2, 190. * Az 28 b. שוריאני Hg 9110 Prouß 80 f. * Es gibt ein syr. טודיא דגרדייא tibicines textrinae? Psm aus Cast- Append. — Zum Worte Berliner zur Gesch. d. Raschi-Komm. 40 Güdemann 3, 163 n. Geiger jZ 6, 307. Remda genüzä Nr. 161 Z. 3 vu פסוקים lies מדיי. Zz, Syn. P. 89, 368 Lg. Syn. P. 23.