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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1925-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1925) · p. Seite 63

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
69 (1925)
Issue
Heft 1-2 (Januar 1925)
Article
Geschäftsbericht [der Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums] für das Jahr 1924
Date
1925-01-01
Page
Seite 63 (sequence 2)
Language
German
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63 ihre Rechte zu kürzen. Zu aufrichtigem Dank sind wir auch all denjenigen Mitgliedern verpflichtet, die während der Inflationsjahre mit ihren Zahlungen in Rückstand geblieben waren und nun, unbeachtet der weit höheren Anforderung, die Beiträge für die letzten Jahre nachzahlten. Es war uns infolge des erwähnten bereitwilligen Entgegenkommens möglich, unsere Arbeiten uneingeschränkt fortzusetzen und sogar für das* Jahr 1925 eine Erweiterung unserer Leistungen ins Auge zu fassen. Die Monatsschrift, die nach wie vor unter der bewährten Leitung des Herrn Dozenten Dr. I. Heinemann in Breslau steht, erschien gegen das Vorjahr in erweitertem Umfange. Für 1925 ist geplant, sie wieder jeden zweiten Monat herauszugeben. Da über die Zustellung der Monatsschrift durch das Postzeitungsamt sehr viele Klagen eingegangen sind, wird diese neuerdings, wie früher, durch Umschlag direkt zugesandt. Es ist aber zur Verhütung von Unregelmäßigkeiten dringend notwendig, daß die Mitglieder uns ständig über Adressenverändern n g e n auf dem Laufenden erhalten. Von den Grundriß-Werken ist im Berichtsjahr erschienen: ,,Elbogen, Der jüdische Gottesdienst in seiner geschichtlichen Entwickelung“, 2. Auflage; ,,Caro, Sozial־ und Wirtschaftsgeschichte der Juden im Mittelalter und der Neuzeit“, 2. Auflage; ferner ,,Baeck, Das Wesen des Judentums“, 4. Auflage. In Vorbereitung sind: ,,Cohen, Die Religion der Vernunft aus den Quellen des Judentums“, 2. Auflage; ״Philippson, Neueste Geschichte des jüdischen Volkes, Band II und III“, 2. Auflage; ,,Steinthal, Ueber Juden und Judentum“, 3. Auflage, sowie eine Fortsetzung der ,,Germania Judaica“. Die Arbeiten an der Mechilta und am Sifre Deuteronomium schreiten fort. Die Kommission für die Vorbereitung des Corpus Tannaiticum ist wieder ins Leben gerufen worden. In dieselbe sind außer den Herren Professor Dr. Baneth-Berlin, Professor Dr. Blau-Budapest, Oberrabbiner Dr. Löw-Szegedin, Professor D. Simonsen-Kopenhagen, Professor Dr. Sobernheim-Berlin, die ihr bereits angehört haben, die Herren Oberrabbiner Dr. Chajes-Wien, Professor Dr. Ginzberg-New-York, Professor Dr. Horovitz, Frankfurt a. M., Professor Dr. Mittwoch-Berlin, Professor Dr. Weil-Berlin, Rabbiner Professor Dr. Winter-Dresden, kooptiert worden. Ebenso ist die Kommission für die Vorbereitung des Grundrisses erneut worden. Sie besteht aus den Herren Rabbiner Dr. Baeck-Berlin, Professor Dr. Eibogen-Berlin, Professor Dr. Guttmann-Berlin, S. Karger-Berlin, Rabbiner Dr. Lucas-Glogau, Dr. N. M. Nathan- Hamburg, Rabbiner Professor Dr. Winter-Dresden. Unser Mitglied Herr Karl Stein inger in Dresden hatte die Güter sein in jahrzehntelanger, mühevoller und entsagungsreicher Arbeit gesammeltes Zeitungsarchiv unseren Mitgliedern zu wissenschaftlicher Arbeit zur Verfügung zu stellen (vgl. S. 184 des yorigen Jahrgangs). Wir sprechen Herrn Steininger auch an dieser Stelle unseren Dank aus und bitten unsere Mitglieder erneut, von dieser einzig dastehenden Einrichtung eifrig Gebrauch zu machen. Anschrift: Karl Steininger, Prokurist der Dresdner Bank, Dresden, Johannstraße 3. Ein Verzeichnis der Schriften der Gesellschaft ist hergestellt und allen Mitgliedern mit der Monatsschrift zugesandt worden. Ein neues ist im Druck, unsere Mitglieder ersehen daraus die segensreiche Wirksamkeit der Gesellschaft, die ihnen eine stattliche Anzahl von Werken zu sehr ermäßigten Preisen zur Verfügung stellt. — Verschiedenen jüdischen Bibliotheken, so auch der Jüdischen Nationalbibliothek in Jerusalem, sind die Veröffentlichungen der Gesellschaft unentgeltlich oder mit bedeutender Ermäßigung zugestellt worden. Zur Verstärkung der Propaganda sind in allen Ländern Vertrauensmänner ernannt worden. Wir sprechen den Herren, welche sich in selbstloser Weise für das arbeitsreiche Amt zur Verfügung gestellt haben, auch an dieser Stelle unsern aufrichtigsten Dank aus. Unsere Kassenführung für 1924 (s. den Abschluß weiter unten) schließt recht günstig ab. Der scheinbare Ueberschuß ist nur durch die eingangs^ erwähnten besonderen Umstände entstanden und wird bei den geplanten Arbeiten im kommenden Jahre gute Dienste leisten. Wir richten an unsere Mitglieder die dringende Bitte, um die Stärkung der Mittel unserer Gesellschaft bemüht zu sein. Kein anderer Verein bietet ihnen so große materielle Vorteile und gleichzeitig die hohe moralische Befriedigung, die geistige Vertiefung des. Judentums zu fördern.

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