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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1923-01-01 · Heft 1-3 (Januar 1923) · p. Seite 79

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
67 (1923)
Issue
Heft 1-3 (Januar 1923)
Article
Protokoll der Ausschußsitzung [der Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums] am 7. Februar 1923 [Nachricht] / Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums
Date
1923-01-01
Page
Seite 79 (sequence 2)
Language
German
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vorzuschlagen, und an Stelle von Herrn Rabbiner Dr. Nobel einen Herrn in Frankfurt a. M., außerdem Herrn Professor Dr. Weil in den Vorstand zuzuwählen. Schluß der Sitzung 6 Uhr. Protokoll der Generalversammlung vom 7. Februar 1923, nachmittags 6 Uhr, in der Hochschule für die Wissenschaft des Judentums, Berlin N., Artilleriestraße 14. Sobernheim eröffnet die Sitzung um 6 Uhr und gedenkt in warmen Worten des dahingeschiedenen Stifters Oskar Tietz sowie des am heutigen Tage zu Grabe getragenen stellvertretenden Vorsitzenden der Gesellschaft, Rabbiner Professor Dr. Bloch, und dankt Herrn Professor Guttmann für die eindrucksvollen Worte, die er namens ׳der Gesellschaft dem Wissenschaftliehen Wirken des Verstorbenen und seinen Verdiensten um die Gesellschaft am Grabe gewidmet hat. Sobernheim regt an, Professor Blochs verstreute Aufsätze über die Geschichte der Juden in Polen zu sammeln und als Denk- Schrift herauszugeben. Die Versammlung stimmt dieser Absicht zu.’ Anläßlich des zwanzigjährigen Bestehens der Gesellschaft sind dieser im November 1922 folgende Spenden zugegangen: Großloge für Deutschland U. O. B. B. 50 000 Mk. Max Böhm, Berlin ............. 30 000 Geh. Reg.-Rat Ottomar Strauß, Göln . . . . 20 000 Berthold Auerbach, Loge, Berlin . . . .... 15 000 Direktor Sobernheim, Berlin. 10 000 Henry Rothschild, Frankfurt a. M. 5 000 Rabbiner Dr. Warschauer, Berlin (im Einverständnis mit Herrn Hahn) . . ’. 5 000 ,, Außerdem hat Herr Generalkonsul Philipps on, Brüssel, der Gesellschaft 1 Million Mk. überwiesen, von der die Hälfte für die Beschaffung von Papier für die Monatsschrift und die Mechilta verwandt worden ist, während die andere Hälfte nach Beratung mit unserem Schatzmeister in Wertpapieren angelegt wurde. Herr Rabbiner Dr. Frisch, New York, überwies unserer Gesellschaft 87 000 Mk., die ebenfalls für die Beschaffung von Druckpapier verwandt wurden. Die Gesellschaft hat infolge der schwierigen Zeiten eine Anzahl von Mitgliedern verloren, u. a. die Baronin von Cohn-Oppenheim-Stiftung in Dessau. Besonders beklagenswert ist, daß eine Reihe von Mitgliedern aus Deutschlandvund aus valutastarken Ländern mit den Beiträgen im Rückstände sind. Falls uns die rückständigen Beiträge im laufenden Geschäftsjahr nicht zugehen, sehen wir uns genötigt, von der Zustellung der Monatsschrift an diese Mitglieder abzusehen. Der Beitrag für das Geschäftsjahr 1923 wird auf 1000 Mk. in Deutschland und valulaschwachem Ausland festgesetzt. Für Rabbiner, Lehrer und Studenten kann er auf 600 Mk. ermäßigt werden. Der Beitrag für unsere Mitglieder im valutastarken Auslande bleibt derselbe wie bisher, nämlich 8 Goldmark, zu zahlen in der Währung ihres Landes. Ein Kassen Voranschlag kann bei den schwankenden wirtschaftlichen Verhältnissen nicht aufgestellt werden. Es werden für dieses Geschäftsjahr 4 000 000 Mk. ausgesetzt. Der Ausschuß schlägt der Generalversammlung als stellvertretenden Vorsitzenden an Stelle von Herrn Rabbiner Professor Dr. Bloch Herrn Rabbiner Dr. Baeck vor. An Stelle von Herrn Rabbiner Dr. Nobel soll möglichst wieder ein Herr aus Frankfurt a. M. in den Vorstand berufen werden. Ferner wird Herr Professor Dr. Weil, Direktor an der Staatsbibliothek in Berlin, in den Vorstand, zugewählt. Zur Zuwahl in den Ausschuß werden die Herren Dr. Gaster, London, und Professor Marx, New York, vorgeschlagen. Die Versammlung stimmt den Vorschi gen des Ausschusses zu und wählt den bisherigen Vorstand und Ausschuß wieder. Die Angelegenheit mit dem Verlag Gustav Fock in Leipzig ist jetzt endgültig erledigt durch Ueberweisung von 10 000 Mk. der Firma Fock an

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