Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 66 (1922)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Protokoll der Ausschußsitzung [der Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums] am 2. März 1922 [Nachricht] / Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums
- Date
- 1922-01-01
- Page
- Seite 81 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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״■״;־ V ■ ■ . ■ .81 ' ■■־.־ 6. Der Druck der neuen Nummer der Monatsschrift muß zurückgestellt werden, bis von der Firma Schatzky in Breslau ein klares Angebot über den Satzpreis vorliegt. 7. Das bisher übliche Honorar der Beiträge für die Monatsschrift wird auf 100 Mk. erhöht. Außerdem werden dem Autor 10 Sonderabzüge unentgeltlich zur Verfügung gestellt. Statt dieses Honorars kann der Autor gegen entsprechende Verrechnung eine größere Anzahl von Separatabzügen erhalten. 8. Vom Verein für jüdische Volkskunde in Hamburg ist angeregt worden, jährlich zwei Aufsätze über jüdische Volkskunde in der Monatsschrift erscheinen zu lassen und Separatabzüge dem Verein zur Verfügung zu stellen. Es wird beschlossen, der Anregung zu entsprechen, wenn geeignete Aufsätze eingehen und seitens des Vereins für jüdische Volkskunde die Mehrkosten vergütet werden. 9. Die Kassenführung ist geprüft und in Ordnung befunden worden. Der Kassenbericht, der 1% Jahr umfaßt, und der Voranschlag liegen vor. Aus ihnen ergibt sich, daß trotz der scheinbar günstigen Finanzlage der Gesellschaft die Einnahmen nicht ausreichen, um die Bedürfnisse der Ge- Seilschaft auch nur einigermaßen zu decken. Es wird daher der General- Versammlung eine Erhöhung der Beiträge auf mindestens 40 Mk. für Mitglieder im Inlande unter Ausschluß jeder Ermäßigung vorzuschlagen sein. Die ausländischen Mitglieder der Gesellschaft in valutastarken Ländern sollen die von ihnen vor dem Kriege gezahlten Beiträge in der Währung ihres Landes ohne Erhöhung an die Gesellschaft abführen. Um eine möglichst vollkommen© Erfassung der Beiträge der ausländischen Mitglieder zu sichern, sollen Vertrauensleute in den einzelnen Ländern ernannt werden. Lediglich die einmaligen Beiträge der ausländischen Mitglieder sollen auf 1500 Mk. bzw. 500 Mk. in Vorkriegswährung erhöht werden. Schluß der Sitzung 6 Uhr. gez. Sobernheim, Protokoll der ordentlichen Mitgliederversammlung vom 2. März 1922, nachmittags 6 Uhr, in der Hochschule für die Wissenschaft des Judentums Berlin N., Artilleriestraße 14. Der Vorsitzende gedenkt des am 24. Januar verstorbenen stellvertretenden Schriftführers der Gesellschaft, Herrn Rabbiner Dr. N. A. Nobel, Frankfurt a. M., dessen Hinscheiden in allen Kreisen der Judenheit tiefen Schmerz ausgelöst hat. Der Verlust dieses trefflichen Mannes trifft die Gesellschaft um so härter, als sie im vergangenen Jahre eine Reihe langjähriger und mit Hingabe für die Interessen der Gesellschaft arbeitender Ausschußmitglieder durch den Tod verloren hat. So Herrn Rabbiner Dr. Poznanski, Warschau^ einen der größten jüdischen Gelehrten und den bedeutendsten Repräsentanten des Judentums in Polen, den Nestor der deutschen Rabbiner, Dr. Rosenthal, Breslau, der seit 1904 dem Ausschuß angehört hat, Seminarrabbiner Dr. Horovitz, Breslau, der sich durch seine wissenschaftlichen Arbeiten, besonders am Corpus Tannaiticum, um die Gesellschaft verdient gemacht hat. Durch den Tod des Herrn Moritz Wolfsohn, Berlin, hat die Ge- Seilschaft ein seit Jahren für ihre Interessen begeistertes, unermüdlich tätiges Mitglied zu betrauern. Ali den Dahingeschiedenen ist in den Reihen der Gesellschaft ein dauerndes Gedenken gesichert. Monatsschrift, 65. Jahrgang. 6