Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 65 (1921)
- Issue
- Heft 1-3 (Januar 1921)
- Article
- Geschäftsbericht der Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums für das Jahr 1920
- Date
- 1921-01-01
- Page
- Seite 94 (sequence 2)
- Language
- German
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94 Geschäftsbericht. kann erst später gefällt werden. Die Not der Zeit zwingt uns wie alle ähnlichen Gesellschaften zur Einschränkung aller entbehrlichen Ausgaben. Unsere gesamten Veröffentlichungen sollen auf eine neue Grundlage gestellt werden. Die Herren Verleger, die im Laufe dieses Jahres in den Ausschuß eingetreten sind, leisten uns durch ihre sachkundigen Ratschläge auch darin wertvolle Dienste. Eine eventuelle Neuerung in der Versendung der Monatsschrift und des Jahrbuches des Vereins für jüdische Geschichte und Literatur bedingt eine erneute Satzungsprüfung. Eine solche wird ohnehin notwendig, da die Gesellschaft durch Eintragung ins Vereinsregister endlich Rechtsfähigkeit erlangen muß. Außerdem ist eine Erhöhung der Jahresbeiträge unabwendbar. Wir haben die Erhöhung auf 20 Mark vorgeschlagen, die im Verhältnis zur Entwertung des Geldes außerordentlich gering ist, und wir müssen an unsere Mitglieder, namentlich an Vereine und Logen, die dringende Bitte richten, soweit ihre Mittel es erlauben, über den Mindestbeitrag hinauszugehen. Ebenso müssen wir unsere Mitglieder, die in Ländern mit hoher Valuta wohnen, ersuchen, ihren Beitrag im Friedenswert zu zahlen, weil es der Gesellschaft sonst nicht möglich wäre, die großen Vorteile, die sie ihren Mitgliedern bietet, weiter zu gewähren, und die hohen Aufgaben, die diese von ihr verlangen, weiter zu erfüllen. Es ist von jeher Bestreben der Gesellschaft gewesen, gediegene wissenschaftliche Werke zu mäßigem Preise zu verbreiten, und auch heute noch zeichnen sich ihre Veröffentlichungen durch außerordentliche Billigkeit aus. Die Mitglieder, erhalten überdies noch auf diese Werke eine Ermäßigung. Das Bestreben der Gesellschaft geht auch dahin, Werke anderer Verlage den Mitgliedern unter günstigen Bedingungen zu verschaffen, ein Entgegenkommen, das gerade in unser!! Tagen von großer Bedeutung ist. Trotz aller Sparsamkeit erwachsen der Gesellschaft infolge der allseitigen Teuerung gewaltige Unkosten. Stifter wurde Dr. S. Goldmann, New-York, z. Zt. Wien. Die immerwährende Mitgliedschaft haben seit Versendung unseres letzten Berichts erworben: Jacob ,Dobranicki, Berlin, Verlagsbuchhändler S. Karger, Berlin, Siegfried Löser, Berlin, Rechtsanwalt und Notar Dr. Guggenheim, Offenbach a. M.,. A. S. Field, London, L. Landau, London, Major William Schoenfield, London.