Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 65 (1921)
- Issue
- Heft 1-3 (Januar 1921)
- Article
- Neue Reproduktionen von Werken jüdischer Künstler [Nachricht]
- Date
- 1921-01-01
- Page
- Seite 93 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Geschäftsbericht. 93 bringen vermögen. Seither ist kein neues Unternehmen entstanden, das uns mit den Leistungen der inzwischen herangewachsenen jüdischen Künstlergeneration bekannt gemacht hätte. Deshalb ist die Absicht der ,,Schweizerischen Vereinigung jüdischer Forscher, Schriftsteller und Künstler, Haruach“, aufrichtig zu begrüßen, uns durch die Herausgabe einer Anzahl von Postkarten, Werke einiger ihrer Mitglieder, die ausübende Künstler sind, kennen lernen zu lassen. Die erste Serie, die uns vorliegt, enthält Abbildungen zweier Skulpturen Prof. Henryk Glicensteins, eines Holzschnittes und einer Bleistiftzeichnung Grögoire Rabinowitchs und zweier Oelgemälde Alexander Watins, fesselnde Arbeiten, deren Wert durch eine gute Tiefdruckreproduktion deutlich zu erkennen ist. Der Erlös aus den Karten, die pro Serie zwei Franken kosten, fällt dem Hilfsfonds der Vereinigung Haruach zu, von dem sie gegen Voreinsendung des Betrages von 2,20 Fr. zu beziehen sind (Adresse: Zürich, Gessnerallee 52). Die Energie, mit der die Schweizerische und Wiener Vereinigungen Haruach ihre Ziele verfolgen, sollte die verwandten Organisationen jüdischer Wissenschaftler, Schriftsteller, Künstler, Schauspieler, Lehrer usw. veranlassen, mit diesen beiden Gruppen, die sich als Programm die Förderung der beruflichen und sozialen Wohlfahrt der jüdischen Geistesarbeiter gewählt haben, zu gemein״ samem Wirken in Verbindung zu treten. Geschäftsbericht der Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums für das Jahr 1920. Unser letzter Bericht gelangte so spät zur Versendung, daß der größte Teil des Geschäftsjahres bereits vorüber war. Die kurze Spanne Zeit bis zum 30. September 1920 hat uns gleichwohl wiederum schwere Verluste gebracht. Am 11. Juni 1920 starb Herr Rabbiner Dr. Steckelmacher - Mannheim, der seit der Begründung der Gesellschaft dem Ausschuß angehörte. Am 26. September 1920 verschied Professor Dr. B r a n n ־ Breslau, der nicht nur als Ausschußmitgiied, sondern als Mitglied wichtiger Kommissionen, als Mitherausgeber der ,,Germania Judaica“, sowie als Leiter der Monatsschrift seine Kraft in den Dienst der Gesellschaft gestellt und sich unvergängliche Verdienste um ihr Gedeihen erworben hat. Für die Monatsschrift hatte der verewigte Herausgeber bereits eine Reihe von Aufsätzen vorbereitet. Für ihre Leitung hat sich einstweilen unser Kollege Heinemann־ Breslau zur Verfügung gestellt, ohne sich endgültig zu binden. Eine Entscheidung